Am Freitag, dem 24. April, wird Niederösterreich wieder zur Bühne für Wissenschaft, Technik und Innovation. Bei der Langen Nacht der Forschung öffnen Labore, Hochschulen, Museen und Unternehmen ihre Türen und zeigen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, wie spannend Forschung im Alltag sein kann.
Am Institute of Science and Technology Austria (ISTA) in Klosterneuburg gibt es am Freitag, dem 24. April, dichtes Programm mit 14 Stationen, von Chemie-Shows über Astronomie bis zu einer Führung im VISTA Science Experience Center. Besonders aufregend sind das AstroLab mit selbst gebasteltem Mini-Spektroskop, die Mitmachstation zum Regenbogen-Flüssigkeitsturm und ein Klima-Spiel von IIASA.
Beim accent Makerspace Tulln geht es um Tech-Start-ups aus Agrifood, Biotechnologie und saubere Energie. Besucher können hier beobachten, wie CO₂ mit Cyanobakterien in Biomasse verwandelt wird, wie aus Bier-Nebenprodukten Biodünger entsteht oder wie eine elektronische Nase Gerüche erkennt. Dazu kommen Stationen zu Algenkosmetik, 3D-Druck und bionischen Ideen.
Im Technologie- und Forschungszentrum Krems sitzen Hightech-Unternehmen aus Life Sciences, Medizintechnik und Gewebebanken. Im Programm geht es um Hornhaut-Transplantate, Sehnen-Transplantate fürs Knie, Gewebespende und die Frage, wie Smartwatches, Sensoren und Gesundheitsdaten unser Verhalten verändern.
Am Campus in St. Pölten läuft der eigentliche Stationenbetrieb von 17 bis 21 Uhr. Das Setting ist ideal für ein jüngeres Publikum, weil die University of Applied Sciences St. Pölten und die Bertha von Suttner Privatuniversität mit vielen Mitmachstationen, Führungen und Showacts auffahren. Schon von 16 bis 17 Uhr gibt es den "Zirkus des Wissens", später folgt ein Auftritt von Elisabeth Oberzaucher von den "Science Busters".
Das Museum Niederösterreich ist Teil der St. Pöltner LNF-Region. Hier liegt der Reiz nicht in Laborgeräten, sondern in der Verbindung aus Geschichte, Natur und Wissenschaftsvermittlung. Im Haus der Geschichte geht es durch 40.000 Jahre Menschheitsgeschichte mit Schwerpunkt ab 1848. Dazu kommen Formate wie "Erlebte Geschichte" und "Erlebte Natur", die Forschung niederschwellig und familientauglich erklären.
An der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich in Baden werden Kinder und Jugendliche ausdrücklich selbst zu Forschern. Im Programm stecken Roboterbau, Mathematik zum Anfassen, Alltags-Experimente bei "The Magic of Everyday Science" und Stationen zu Kunststoffverarbeitung und Kreislaufwirtschaft.
Am Campus Wieselburg der FH Wiener Neustadt treffen Innovation, Nachhaltigkeit, Technik und Marketing aufeinander. Besucher können hier herausfinden, ob "grüne" Verpackungen wirklich so umweltfreundlich sind, wie sie wirken. Dazu gibt es ein SDG-Glücksrad rund um die 17 Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals) und Einblicke in neue Genusskonzepte. Auch das Thema Energie im Alltag kommt nicht zu kurz – von Stromfressern im Haushalt bis zur smarten Steuerung von Energieflüssen.
Ein besonders spektakulärer Schauplatz ist zuletzt das VERBUND Kraftwerk Ybbs-Persenbeug in Ybbs. Das älteste Donaukraftwerk Österreichs präsentiert bei der Langen Nacht der Forschung nicht nur seine Geschichte, sondern auch, wie aus der Donau Strom erzeugt wird. Gezeigt wird außerdem ein digitales Wasserkraftwerk, bei dem man per 3D-Modell virtuell durch die Anlage geht. sowie der Einsatz von 3D-Druck für Turbinenmodelle und Spezialanfertigungen.
Besonders spannend ist auch die moderne Inspektionstechnik mit Tauchrobotern, Sensorik und autonomen Booten, die unter Wasser Bauwerke kontrollieren und Daten sammeln.