Die Miete, die Stromrechnung, der tägliche Einkauf: Für viele Menschen in Österreich wird es immer schwieriger, mit ihrem Geld auszukommen. Besonders Haushalte mit geringem Einkommen stehen unter Druck. Wie groß die Not ist, zeigen Zahlen der Caritas: Allein im vergangenen Jahr suchten österreichweit mehr als 43.500 Menschen Hilfe bei den Sozialberatungsstellen. Rund 13.000 davon in Wien.
Unter dem Motto "Lass dich nicht häkeln – gemeinsam gegen Armut" haben deshalb zahlreiche Wiener im carla Mittersteig auch diesen Oktober wieder zur Häkelnadel gegriffen.
Gemeinsam wurde gehäkelt, gestrickt und geplaudert. Dabei entstanden warme Hauben, Schals, Socken und weitere handgemachte Stücke. Sie kommen Menschen in Caritas-Einrichtungen zugute.
Organisiert wurde die Aktion von der Caritas-Initiative füreinand'. Neben dem gemeinsamen Handarbeiten gab es auch Musik von der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw) und dem Superar Kinderchor sowie einen DIY-Markt. Die Besucher konnten sich außerdem über Armut und die schwierigen Lebensbedingungen betroffener Menschen informieren.
Für Anna-Sofia Fotiou, Koordinatorin der füreinand'-Community, ging es bei der Aktion nicht nur um warme Kleidung, sondern auch um Begegnungen.
"Wenn viele Menschen gemeinsam Zeit schenken, entsteht weit mehr als konkrete Hilfe für Menschen in Not. Mit jeder Masche wurden nicht nur handgemachte Stücke für Menschen in Caritas-Einrichtungen gefertigt, sondern auch wertvolle Begegnungen ermöglicht, gute Gespräche geführt und ein starkes Zeichen des Miteinanders gesetzt", so Fotiou.
Wer bei der Aktion Ende Oktober nicht dabei sein konnte, kann trotzdem mithelfen. Die Caritas bietet die Möglichkeit, Hauben, Schals, Socken und andere Stücke zu Hause zu häkeln oder zu stricken und anschließend bei der Caritas abzugeben.