Kampagne wird fortgesetzt

Wiener Linien machen Ernst! Öffi-Sündern drohen 50 Euro

Wer in den Öffis auf Regeln pfeift, muss verstärkt mit Strafen rechnen. Die Wiener Linien wollen härter durchgreifen – 50 Euro können fällig werden.
04.11.2026, 13:36
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Unter dem Motto "Host no immer kan Genierer?!" nehmen die Wiener Linien erneut jene Fahrgäste ins Visier, die sich nicht an die Spielregeln halten. Nach einer ersten Kampagne im Frühjahr wird der Ton nun schärfer. Wer die Öffi-Regeln bewusst ignoriert, muss mit einer Strafe von 50 Euro rechnen.

Auf den neuen Plakaten werden Alltagssituationen gezeigt, die viele Fahrgäste auf die Palme bringen: Menschen, die in der U-Bahn essen, laut über den Handy-Lautsprecher telefonieren oder ihre Hunde ohne Maulkorb mitnehmen. Auch E-Scooter während der Stoßzeiten sind ein Thema. Die Botschaft der Wiener Linien ist unmissverständlich: "Bist für andere a Qual, dann zahl!"

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Tausende Verstöße in Wiens Öffis

Dass es trotz der Regeln immer wieder Probleme gibt, zeigen die Zahlen der Wiener Linien. Zum Start der Frühjahrskampagne im März wurden noch rund 12.000 Beanstandungen registriert. Im September waren es 8.898 Fälle, ein Rückgang um 26 Prozent. Im Oktober sank die Zahl weiter auf 8.283 Beanstandungen – ein Minus von 31 Prozent gegenüber März.

Kontrolliert wird die Einhaltung der Regeln von rund 300 Mitarbeitern des Service- und Sicherheitsdienstes sowie den Kontrolleuren der Wiener Linien. Die überwiegende Mehrheit der Fahrgäste verhalte sich rücksichtsvoll, betont man. Oft reiche bei Verstößen bereits eine Ermahnung. Doch manche wollen sich auch nach wiederholten Hinweisen nicht an die Vorschriften halten. Genau bei diesen Fahrgästen will das Unternehmen nun stärker durchgreifen.

Wiener Linien kündigen Konsequenzen an

"Unsere Fahrgäste erwarten zu Recht, dass die Wiener Linien für ein gutes Miteinander in den Öffis sorgen. Genau diesem Wunsch kommen wir auch nach. Die meisten Menschen verhalten sich rücksichtsvoll und tragen dazu bei, dass der Alltag in unseren Fahrzeugen und Stationen gut funktioniert. Dort, wo einzelne Personen die Regeln bewusst ignorieren, müssen wir aber konsequent handeln", erklärt Wiener-Linien-Geschäftsführerin Alexandra Reinagl.

Auch Öffi-Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) betont, dass es nicht darum gehe, möglichst viele Strafen zu verhängen. "Denn unser Ziel ist nicht maximale Bestrafung, sondern maximale Rücksichtnahme und das bestmögliche Fahrerlebnis für alle Fahrgäste", so Sima.

Neue Plakate im Herbst

Ab 6. November, sind die neuen Kampagnenmotive im gesamten Wiener Stadtgebiet zu sehen. Zusätzlich wollen die Wiener Linien mit Durchsagen in Stationen, Quizformaten auf Infoscreens und Beiträgen in sozialen Medien auf die Regeln aufmerksam machen.

Auch der bekannte Song "I bin a Kniera" von Georg Danzer wird in einer umgetexteten Version eingesetzt. Für die Fahrgäste ist die entscheidende Botschaft aber deutlich einfacher: Wer sich an die Regeln hält, hat nichts zu befürchten. Wer andere bewusst stört und Vorschriften missachtet, muss dagegen verstärkt mit einer Strafe rechnen.

ym, 04.11.2026, 13:36
Weitere Storys