"Suderplan"

Enthüllt: Das sind die Grant-Hotspots in Wien

Auf dem neuen Wiener "Suderplan" können echte Grantler ihren Frust loswerden. Hinter der witzigen Idee einer Österreichers steckt ein ernsterer Zweck.
04.11.2026, 05:30
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Sudern – eine der Lieblingsbeschäftigung der Wiener. Der Wiener Lovro Končar Gamulin hat sich daher etwas überlegt: eine Plattform, auf der Wiener ihren Grant so richtig rauslassen können. Der "Suderplan" sieht aus wie eine Landkarte, auf der man an den verschiedenen Orten in Wien seine Frustmomente posten kann.

In der U-Bahn-Station am Stephansplatz schreibt jemand: "Ah, der Duft da unten. A Traum." Ein anderer beschwert sich über die Rotenturmstraße: "Touris hatschen wie blinde Hühner umadum." Oder: "Vorm Haustor steht seit drei Wochen a Kastn. Ned meiner. Langsam gehört er zur Familie."

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Dadurch sollen Probleme identifiziert werden

"Wir greifen Themen, die den Wienern wichtig sind, leichtfüßig und mit Humor auf", sagt Končar Gamulin, der sich an der TU Wien mit Stadtforschung beschäftigt. Für ihn sind die Daten vor diesem Hintergrund "super wertvoll", wie er im "Heute"-Talk erklärt. Denn durch sie könne man besser verstehen, was gut funktioniert und was hingegen gar nicht geht.

Dafür gibt es verschiedene Kategorien: Öffis, Fahrräder, E-Scooter, Gastro und mehr. Alle drei Monate soll ein "Suder-Report" mit den Insights veröffentlicht werden. Inzwischen kann jeder selbst auf der Webseite durchscrollen, schauen, reagieren – und natürlich selbst posten.

Seit 19. Oktober ist der Suderplan online und es wurden schon mehrere tausend Kommentare in die interaktive Stadtkarte hineingeschrieben. Diese werden von Končar Gamulin überprüft. "Es sind schon einige Wörter erlaubt, man darf schon granteln. Aber es ist kein Hate zugelassen sowie keine Klarnamen, Adressen oder Kennzeichen", stellt er klar.

red, 04.11.2026, 05:30