Ein lauter Knall mitten in der Nacht: In der niederösterreichischen Gemeinde Wolfsthal im Bezirk Bruck an der Leitha haben Unbekannte am Mittwoch einen Bankomaten gesprengt. Die Polizei konnte bereits einen Verdächtigen festnehmen.
Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Ob weitere Personen an der Tat beteiligt waren und wie hoch der entstandene Schaden ist, steht derzeit noch nicht fest.
Die Tat ereignete sich am Mittwoch in den frühen Morgenstunden. Kurz vor 4 Uhr wurde ein Bankomat bei einem Lebensmittelgeschäft in Wolfsthal gesprengt.
Die Polizei bestätigte den Vorfall gegenüber noe.ORF.at. Trotz der Explosion wurde niemand verletzt.
Im Zuge des Polizeieinsatzes gelang es den Beamten, einen Tatverdächtigen festzunehmen.
Weitere Einzelheiten zu seiner Identität und dem genauen Ablauf der Festnahme wurden bisher nicht bekannt gegeben. Auch ob die Täter Geld erbeuten konnten, ist noch offen.
Nach der Sprengung rückten Ermittler des Landeskriminalamts an.
Die Tatortgruppe übernahm die Spurensicherung, während sich die Diebstahlsgruppe mit der Aufklärung des Falls beschäftigt.
Nähere Informationen zu den Hintergründen der Tat liegen derzeit noch nicht vor.
Der neuerliche Vorfall ereignete sich nur einen Tag nach einem Urteil gegen drei Niederländer in Oberösterreich.
Die Männer wurden im Zusammenhang mit Bankomatsprengungen zu Freiheitsstrafen von 16 Jahren, 14 Jahren sowie elf Jahren und zwei Monaten verurteilt.
Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig. Ein Zusammenhang mit der aktuellen Sprengung in Wolfsthal ist nicht bekannt.
Im niederösterreichischen Fall steht nun vor allem die Frage im Mittelpunkt, wer hinter der Tat steckt und ob weitere Verdächtige ausgeforscht werden können.