Eis-Koloss rutscht talwärts

Lawinen-Alarm! Gigantischer Eisblock bedroht Dorf

Ein 250.000 Tonnen schwerer Eisblock bedroht ein Schweizer Bergdorf. Neuschnee könnte die Gefahr einer gewaltigen Lawine zusätzlich verschärfen.
26.10.2026, 11:38
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Ein gewaltiger Eisabbruch könnte dem Schweizer Bergdorf Randa im Kanton Wallis gefährlich werden. Hoch über der Gemeinde bewegt sich am 4.505 Meter hohen Weisshorn eine rund 250.000 Tonnen schwere Eismasse langsam talwärts. Besonders der erwartete Neuschnee könnte die Situation zusätzlich verschärfen.

Eis bewegt sich täglich bis zu 20 Zentimeter

Schon im August stellten Fachleute am Hängegletscher Ost des Weisshorns ungewöhnlich starke Bewegungen fest. Seither gilt die zweithöchste Warnstufe 3. Gefährdete Bereiche wurden gesperrt, der Eisblock wird ständig kontrolliert.

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Die rund 450 Einwohner zählende Gemeinde liegt etwa neun Kilometer von Zermatt entfernt. Auf ihrer Homepage warnt sie: "In den kommenden Tagen sind Abbrüche mit einer möglichen Reichweite bis in den gekennzeichneten Gefahrenbereich möglich."

Laut Naturgefahreningenieur Norbert Carlen bewegt sich der Koloss derzeit um bis zu 20 Zentimeter täglich. Gegenüber dem "Walliser Boten" spricht er von einer "ununterbrochenen Dynamik".

Neuschnee könnte Folgen verschlimmern

Besonders kritisch könnte es werden, wenn sich auf dem darunterliegenden Bisgletscher größere Schneemengen ansammeln. In den nächsten Wochen könnte dort mehr als ein Meter Neuschnee fallen. Bei einem Eisabbruch würde dieser möglicherweise mitgerissen.

"Wenn der ganze Block abbrechen würde, nimmt dieser den Schnee, der darunter auf dem Plateau liegt, sicher mit", erklärt Carlen.

Lawinenexperte Stefan Margreth warnt gegenüber dem "Blick": "Das extremste Szenario wäre, wenn der Eisblock abrutscht und zusätzlich eine hohe Lawinengefahr herrscht." Dadurch könnte eine besonders mächtige Lawine entstehen, die weiter ins Tal vordringt und weitere Lawinen auslöst.

Bei einer stabilen Schneedecke wäre dieses Risiko hingegen deutlich geringer. Das schlimmste Szenario gilt derzeit als eher unwahrscheinlich. Sollte ein Abbruch unmittelbar bevorstehen, würde die höchste Warnstufe 4 gelten. Dann müsste auch evakuiert werden.

red, 26.10.2026, 11:38
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