Am Stadtweiher in Dreieich-Sprendlingen machten Angler kürzlich einen unglaublichen Fund: Ein gigantischer Wels trieb tot an der Wasseroberfläche. Das Tier maß beachtliche 2,60 Meter und brachte etwa 100 Kilogramm auf die Waage.
Laut Marco Wunsch, Vorsitzender des örtlichen Angelsportvereins, wurde der Wels bereits am 10. März entdeckt. Sein Alter wird auf 40 bis 45 Jahre geschätzt. Über viele Jahre hinweg hatte man erfolglos versucht, das Tier einzufangen.
Wie n-tv.de berichtet, besaß der Wels im Verein seit Jahrzehnten eine Art Legendenstatus. Seine kuriose Geschichte begann bereits in den 1980er-Jahren.
Damals beschlossen drei Angler bei einer Skatrunde, für den Spieleinsatz zwei Welse in der Lebendfischabteilung eines Supermarktes zu kaufen. Statt die Tiere zu verspeisen, setzten sie die beiden Jungwelse in den Weiher ein – um ihnen ein natürliches Leben zu ermöglichen.
Ende der 1990er-Jahre wurde einer der Welse von einem Angler gefangen. Der andere blieb verschwunden. Doch es gab Hinweise auf seine Existenz: Auffällig viele Edelfische wurden nie mehr gefangen. Die Vermutung lag nahe, dass der verbliebene Wels großen Appetit hatte.
Dass der Wels so groß werden konnte, ist laut dem Vereinsvorsitzenden nicht erstaunlich. Bei reichlicher Fütterung mit Edelfischen und guter Wasserqualität habe das Tier unter idealen Bedingungen gelebt.
Der tote Riesenfisch wurde übrigens einer Tierkörperverwertung übergeben. Einen Wels dieser Größe könne man schließlich nicht einfach im Hausmüll entsorgen.