Mitten am Nachmittag eskalierte am Dienstag die Lage an einer Welser Tankstelle: Ein Mann mit Messer sorgte für Alarm und rief gleich mehrere Polizeistreifen auf den Plan. "Ein Mann mit Messer randaliert", so der Alarm.
Der Einsatz spielte sich in der Salzburger Straße ab. Als die Polizisten eintrafen, fanden sie den Verdächtigen hinter der Tankstelle. Der 39-jährige Welser saß am Boden, wirkte stark betrunken und trank aus einer Bierflasche.
Doch die Situation kippte schnell. Der Mann zeigte sich völlig unkooperativ und ignorierte alle Anweisungen der Beamten. Weder legte er das Messer weg, noch kam er den Aufforderungen nach, sich hinzulegen. Schließlich griffen die Polizisten durch und brachten ihn mit Körperkraft zu Boden.
Bei der Durchsuchung wurde ein Klappmesser sichergestellt. Weil sich der 39-Jährige weiterhin aggressiv verhielt, legten ihm die Beamten zusätzlich zu den Handfesseln auch Fußfesseln an.
Drinnen in der Tankstelle wurde währenddessen klar, was passiert war: Der Mann stand im Verdacht, einen Sechserträger Bier gestohlen zu haben. Als Mitarbeiter ihn aufhalten wollten, soll er plötzlich ein Messer gezogen und mit dem Abstechen gedroht haben. Der Verdächtige sitzt in Polizeigewahrsam. Eine Einvernahme war vorerst nicht möglich, die Ermittlungen laufen.
Erst am Wochenende war es in Linz zu einer blutigen Messer-Attacke gekommen. Ein 24-Jähriger wurde schwer verletzt, sein bester Freund kam ums Leben. Die beiden hatten einem Autofahrer helfen wollen, als ein Angreifer plötzlich mit zwei Messern auf sie losging.
Am Dienstag brachte das Obduktionsergebnis traurige Gewissheit: Ein einziger, wuchtiger Stich war tödlich. Das überlebende Opfer erlitt massive Verletzungen im Halsbereich, verlor viel Blut und entkam nur knapp dem Tod.