Der Konzern errichtet in St. Martin im Innkreis (Bez. Ried) ein neues Werk zur Produktion großflächiger Bauteile für Passagierflugzeuge. Rund 120 Millionen Euro werden investiert, bis zu 300 Arbeitsplätze sollen entstehen.
Die Politik reagiert mit Superlativen: Dass FACC seine Kapazitäten in OÖ ausbaut, "unterstreicht die Stärke und Attraktivität unseres Standortes", so LH Thomas Stelzer (ÖVP). Die Industriestrategie des Bundes trage dazu bei, dass Investitionen in Zukunftstechnologien wieder verstärkt in Österreich getätigt werden, erklärt Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP).
Die Grünen fordern unterdessen, die Rahmenbedingungen für Aufwendungen in erneuerbare Energien zu optimieren. "Kompetenz und Bereitschaft gibt es bei Betreibern und Unternehmen, der politische Wille muss noch folgen", sagt Wirtschaftssprecherin Dagmar Engl.
Der Chef des Zulieferers mit der Zentrale in Ried, Robert Machtlinger, präzisiert in einer Presseaussendung: Die zusätzlichen Jobs sollen bis 2030 geschaffen werden. Bei der neuen End-to-End-Fertigung setze man auf einen hohen Automatisierungsgrad – "eine Grundvoraussetzung in einem Hochlohnland wie Österreich".
Vor allem der Einsatz von KI, automatisierte Prozesse und neue Produktinnovationen würden in der gesamten Produktion zu mehr Effizienz beitragen und damit als Gamechanger fungieren, so Machtlinger. FACC hat 2024 rund 884,5 Mio. umgesetzt und beschäftigt derzeit weltweit an 15 Standorten mehr als 3.800 Mitarbeiter.
Bereits vor vier Jahren stockte das Unternehmen seinen Personalstand deutlich auf. Die Geschäfte liefen gut, man suchte 200 Beschäftigte. Noch im Herbst 2022 steckten die Innviertler in der Krise: 650 Stellen sollten abgebaut werden, hieß es damals.