Milliardenmarkt Senioren

Norweger schlucken Linzer Handy-Pionier emporia

Der norwegische Techkonzern Xplora will den Linzer Seniorenhandy-Hersteller emporia übernehmen. Der Deal soll im zweiten Quartal 2026 fix sein.
Team Wirtschaft
16.03.2026, 10:35
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Paukenschlag in der heimischen Tech-Branche: Der norwegische Konzern Xplora Technologies hat sich mit dem Linzer Unternehmen emporia auf die Eckpunkte einer Übernahme geeinigt. Geplant ist der Kauf von 100 Prozent der Anteile. Über den Preis wurde Stillschweigen vereinbart.

emporia wurde vor mehr als 30 Jahren gegründet und gilt heute als Marktführer für Seniorenhandys in Österreich und Deutschland. Jährlich verkauft das Unternehmen mehr als 300.000 Geräte in Europa. Bekannt ist die Marke vor allem für besonders einfache Smartphones und Mobiltelefone für ältere Nutzer.

Xplora-Services auf emporia-Handys

Für Xplora passt die Übernahme perfekt zur eigenen Strategie. Der Konzern baut Geräte für Familien - vom Kinder-Smartwatch bis zu Technik für Senioren. Durch die Integration von emporia will Xplora künftig eigene SIM-Karten und digitale Dienste auf den Geräten anbieten. Ziel sind zusätzliche laufende Einnahmen über Abos und Mobilfunkservices.

Auch geografisch ergänzt sich das Geschäft: Während emporia stark im DACH-Raum (also Deutschland, Österreich, Schweiz) ist, hat Xplora über seine Marke Doro vor allem in Großbritannien, Frankreich und den nordischen Ländern eine starke Position.

Deal soll mehr Wachstum bringen

emporia-Chefin und Eigentümerin Eveline Pupeter begrüßt den Schritt: "Nach 20 Jahren, in denen wir emporia zu einem vertrauten Namen in vielen Haushalten aufgebaut haben, freue ich mich auf diesen neuen Weg mit Xplora. Ihre Plattform-Kompetenz sowie ihre operative und finanzielle Stärke geben uns die Größe, damit unsere Vision von zugänglicher Technologie weiter wachsen kann."

Verkauf soll im zweiten Quartal abgewickelt werden

Der Vertrag ist noch nicht endgültig unterschrieben. Zuerst folgen Prüfungen und formale Genehmigungen. Wenn alles planmäßig läuft, soll der Deal im zweiten Quartal 2026 abgeschlossen werden.

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