Im Ringen um die Commerzbank wird es ernst: Die italienische Großbank UniCredit hat ein offizielles Übernahmeangebot für das deutsche Geldhaus präsentiert.
Aktionäre der Frankfurter Bank sollen demnach neue UniCredit-Aktien erhalten. Konkret bietet das Institut 0,485 neue UniCredit-Papiere für jede Commerzbank-Aktie an. UniCredit ist bereits jetzt der größte Investor bei der Commerzbank.
Damit der Deal umgesetzt werden kann, braucht es zunächst grünes Licht der eigenen Aktionäre. Über die dafür notwendige Kapitalerhöhung soll bis zum 4. Mai bei einer außerordentlichen Hauptversammlung entschieden werden.
Die Bank betont, dass das Angebot Teil eines größeren Plans ist. "Das Angebot zielt darauf ab, die im deutschen Übernahmerecht vorgesehene 30-Prozent-Hürde zu überwinden und in den kommenden Wochen einen konstruktiven Dialog mit der Commerzbank und ihren Stakeholdern zu fördern", teilte die UniCredit mit.
Doch sowohl bei der Commerzbank selbst als auch in der deutschen Politik stößt das Vorhaben auf Widerstand. Das Management des deutschen Instituts lehnt eine Übernahme ab.
Auch die deutsche Bundesregierung, die zweitgrößter Aktionär der Commerzbank ist, steht dem Plan ablehnend gegenüber.
Ob UniCredit mit ihrem Angebot dennoch durchkommt, entscheidet sich nun in den kommenden Wochen - der Machtkampf um die Commerzbank ist damit eröffnet.