Paukenschlag in Deutschland! Gegen 10.00 Uhr betraten 30 Beamte des Bundeskriminalamts (BKA) die Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main. Wie der "Spiegel" unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft berichtete, werden "unbekannte Verantwortliche und Mitarbeiter" als Beschuldigte genannt.
Im Raum steht der Verdacht der Geldwäsche. Auch an einem Standort in Berlin wurde eine Razzia durchgeführt. Das Geldinstitut soll in der Vergangenheit Geschäftsbeziehungen zu ausländischen Gesellschaften unterhalten haben. Diese seien zum Zweck der Geldwäsche eingesetzt worden, hieß es weiter.
Besonders brisant: Laut Informationen der "Süddeutschen Zeitung" sollen sich die Ermittlungen um den sanktionierten Russen-Oligarchen und Ex-Chelsea-Besitzer Roman Abramowitsch drehen. Er soll Kunde der Deutschen Bank gewesen sein.
Demnach soll das Geldinstitut es versäumt haben, Geldwäsche-Verdachtsmeldungen zu Abramowitsch-Firmen rechtzeitig einzureichen. Unter Berufung auf Konzernkreise berichtete die "SZ", dass es sich bei den Ermittlungen um Zahlungen aus den Jahren 2013 bis 2018 handeln soll
Nähere Informationen wollte die Staatsanwaltschaft zunächst nicht geben. Wie die "Bild" berichtet, habe mittlerweile auch ein Sprecher der Deutschen Bank die Meldungen über die Razzia bestätigt.
Auch seitens des Geldhauses machte man keine weiteren Angaben. Dennoch versicherte man, mit den Behörden "vollumfänglich" zusammenzuarbeiten. Weiter wolle man sich jedoch nicht äußern.
Fakt ist: Für die Deutsche Bank kommt die Razzia zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Am Donnerstag wollte der Dax-Konzern nämlich den höchsten Gewinn seit vielen Jahren präsentieren. Nun wird diese Präsentation wohl von den aktuellen Ereignissen überschattet werden.