Bei einer Rückenflosse solchen Ausmaßes darf einem kurz das Herz in die Hose rutschen. Vor allem in der Adria, wo man schon gar nicht mit einem sogenannten "Riesenhai" rechnet. Doch genau solch ein Exemplar von fast zehn Metern Körperlänge soll gerade laut dem "Blue World Institute" vor der Küste Kroatiens seine Kreise schwimmen.
Glücklicherweise kann der zweitgrößte Fisch der Erde aber mit Menschen so gar nichts anfangen und ernährt sich ebenso wie der "große Bruder", der Walhai, von Zooplankton. Auch wenn manche Experten noch skeptisch aufgrund des Videomaterials sind und rätseln, ob es sich tatsächlich um einen seltenen Riesenhai handelt, sagen andere, dass die charakteristische Rückenflosse Beweis genug sei.
Gewusst?
Riesenhaie besitzen sogenannte "Hautzähne" - eine Art Panzer - und haben Taucher bereits unabsichtlich bei Berührungen verletzt, da ihre Haut eine Funktion wie Schmirgelpapier hat, aber den Wasserwiderstand verringern.
Die Aufnahmen sind nahe der kroatischen Insel "Cres" entstanden und sollen wohl die Route des Tieres in den Kvarner Golf zeigen. Auch wenn der Riesenhai kälteres Gewässer bevorzugt, wäre die Nahrungssuche an seinem Zielort durchaus realistisch, denn immerhin soll er in einem der Gebiete mit der höchsten Zooplanktonbiomasse weltweit unterwegs sein.
Riesenhaie stehen auf der Roten Liste und gelten als weltweit bedroht, da ihnen die Harpunenjagd und auch die Fischerei durch die Netze zusetzt. Die Fortpflanzungsrate ist zu gering und das Wachstum bis zur Geschlechtsreife zu langsam, um auch teils quotierte Entnahmen auszugleichen. Jede Sichtung ist wertvoll und hilft der Forschung, den Schutz zu verbessern.