Gespräch mit "Heute" bei WM

Lego zeigt Pokémon-Neuheit: "Sie lernen wirklich dazu"

Einfach nur zusammenbauen war gestern: Mit dem neuen "SMART Brick" werden LEGO-Pokémon zu Begleitern, die essen, schlafen und trainiert werden können.
Heute Entertainment
26.09.2026, 09:21
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Eigentlich dachte ich, ich hätte verstanden, was dieser neue LEGO-Stein kann. Dann erklären mir seine Entwickler, dass ich mein Pokémon sogar übertrainieren kann.

Bei der Pokémon-WM in San Francisco präsentiert LEGO sein neues "SMART Play"-System. Die Idee dahinter klingt zunächst simpel: Ein kleiner "SMART Brick" erweckt die gebauten Pokémon zum Leben. Sie reagieren mit Geräuschen und Licht darauf, was um sie herum passiert.

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Doch als ich mit LEGO Design Director Siddharth Muthyal und Senior Interaction Designer Mike Kirk Andersen spreche, wird schnell klar: Hinter dem kleinen Stein steckt deutlich mehr.

Man baut sich nicht einfach nur ein Pokémon. Man bekommt beinahe einen kleinen Freund.

Training zahlt sich wirklich aus

Denn wie in den Videospielen können die Pokémon trainiert werden. Und das ist nicht nur eine nette Animation.

Wer häufiger mit seinem Pokémon trainiert, verschafft ihm tatsächlich einen Vorteil für spätere Kämpfe. Ein gut trainiertes Pokémon ist stärker als eines, das zuvor auf der faulen Haut gelegen ist.

Aber Vorsicht: Viel hilft nicht immer viel.

Übertreibt man es mit dem Training, kann dem kleinen LEGO-Pokémon laut den Entwicklern sogar schwindelig werden. Dann wird es wieder schwächer.

Einfach stundenlang trainieren und anschließend alles besiegen? So leicht macht LEGO es seinen Trainern also nicht.

Schiggy schlägt Feuer!

Und selbst an eine der wichtigsten Regeln der Pokémon-Welt wurde gedacht.

"Ein Schiggy wird immer im Vorteil gegen ein Glumanda sein", erklären mir die beiden Entwickler.

Die verschiedenen Pokémon unterscheiden sich also nicht bloß optisch. Auch ihre bekannten Stärken und Schwächen spielen bei den Kämpfen eine Rolle.

Plötzlich wird aus ein paar LEGO-Steinen tatsächlich ein kleines Pokémon-Trainingslager.

Pummeluff schnarcht

Dabei muss natürlich nicht ständig gekämpft werden.

Mit seinem Pokémon kann man essen, spielen oder sich verstecken. Irgendwann brauchen die kleinen Monster sogar eine Pause. Dann kann man sie schlafen legen – und Pokémon wie Pummeluff beginnen tatsächlich zu schnarchen.

Genau diese kleinen Details seien wichtig, erklären die Entwickler. Schließlich soll nicht einfach eine Figur auf dem Tisch stehen. Zwischen Trainer und Pokémon soll sich durch das gemeinsame Spielen eine Verbindung entwickeln.

Das funktioniert übrigens weitgehend ohne Bildschirm. Smartphone oder Tablet werden für das eigentliche interaktive Spielen nicht benötigt.

Und welches Pokémon tut am meisten weh?

Nachdem meine beiden Gesprächspartner an diesem Tag bereits unzählige Interviews hinter sich haben und ich als Letzter dran bin, will ich ihnen zumindest einige Fragen ersparen, die sie vermutlich schon 20 Mal gehört haben.

Also frage ich etwas wirklich Wichtiges: Welches LEGO-Pokémon tut eigentlich am meisten weh, wenn man draufsteigt?

Beide müssen lachen. Die Antwort kommt trotzdem ziemlich eindeutig: Knackrack!

Zum Glück haben die Entwickler selbst daran gedacht. Die Pokémon seien so konstruiert, dass sie beim Drauftreten auseinanderfallen können. So soll verhindert werden, dass aus dem Pokémon-Kampf plötzlich ein Kampf zwischen Fußsohle und Plastikstein wird.

Danach hat man allerdings ein anderes Problem. Man muss sein Pokémon wieder zusammenbauen. Und anschließend wohl noch einmal ordentlich trainieren.

red,26.09.2026, 09:21