Ex-Microsoft-Boss Bill Gates hält künstliche Intelligenz für so mächtig, dass sie im schlimmsten Fall die Auslöschung großer Teile der Menschheit verursachen könnte. Im Interview mit dem US-Sender NBC erklärte der Milliardär und Philanthrop, dass die Gefahr real sei. Laut "20 Minuten" laufen derzeit in der Tech-Branche und der US-Politik intensive Diskussionen darüber, wie man solchen Risiken begegnen kann.
"KI ist zweifellos mächtig genug, um Ereignisse auszulösen, die eine Milliarde Todesopfer fordern", sagte Gates in der US-Polit-Talkshow "Meet the Press". Der Microsoft-Mitgründer warnte: "Es hat noch nie eine Waffe gegeben, die so mächtig ist wie die Kombination aus böswilligen Akteuren und den neuesten KI-Werkzeugen."
Im Gespräch wurde Gates auch auf einen aktuellen Essay von Dario Amodei angesprochen, dem Chef des KI-Unternehmens Anthropic. Darin fordert Amodei, dass führende KI-Entwickler das Tempo drosseln und gemeinsam Standards festlegen sollten.
"Niemand glaubt, dass Selbstregulierung ausreicht", sagte Gates dazu. Er ist überzeugt, dass es gesetzliche Vorgaben braucht: "absolut" notwendig, so Gates. Unternehmen alleine könnten sich nicht ausreichend beschränken. Auch Polizei und Politik müssten sich darauf einigen, welche Schutzmaßnahmen und Kontrollen nötig sind.
Wie Forbes berichtet, finden die Aussagen von Gates kurz vor einem wichtigen Treffen in den USA statt. Am Dienstag sollen sich US-Präsident Donald Trump, der Sprecher des Repräsentantenhauses Mike Johnson und führende Köpfe aus der KI-Branche zusammensetzen.
Johnson hat bereits betont, dass Trump und die Chefs der großen KI-Unternehmen "in einen großen Raum gehen, die Tür schließen und die Angelegenheit klären" sollten. Es brauche eine klare Diskussion über die Verantwortung der Unternehmen, damit die Sicherheit für alle gewährleistet ist.