Was passiert mit E-Auto-Akkus, wenn sie für den Fahrzeugeinsatz nicht mehr genug Leistung bringen? Ein deutscher Metallbauunternehmer zeigt eine clevere Lösung: Er verwendet einen ausrangierten Tesla-Akku, um seinen gesamten Betrieb mit Strom zu versorgen.
Im Zentrum des Projekts steht ein Tesla-Model-3-Akkupack mit rund 75 bis 79 Kilowattstunden Kapazität. Der Akku wird nicht mehr im Auto genutzt, sondern dient als stationärer Speicher für Gebäude, Halle und Maschinen.
Die Anlage läuft seit fast einem Jahr als sogenannte Inselanlage zuverlässig, heißt es auf "chip.de". Der Strom bleibt also im eigenen geschlossenen System und wird nicht ins öffentliche Netz eingespeist.
Im Auto muss ein Akku hohe Lade- und Entladeleistungen verkraften. Im stationären Betrieb wird der Speicher aber deutlich langsamer geladen und entladen. Das kann ein langes zweites Leben ermöglichen – selbst wenn die Kapazität für den Einsatz im Fahrzeug nicht mehr ausreicht.
Ganz ohne Einschränkungen funktioniert das Konzept allerdings nicht. In der dunklen Winterzeit reicht trotz großer PV-Fläche nicht immer genug Solarstrom. Dann muss der Betrieb seine Nutzung anpassen.
Die zentrale Botschaft: E-Auto-Akkus sind nach dem Fahrzeugleben nicht automatisch Schrott. Auch mit geringerer Restkapazität können sie als stationäre Speicher nützlich sein.
Für normale Privathaushalte ist ein solcher Umbau derzeit aber keine einfache Lösung. Das Thema bleibt vorerst eher für Fachbetriebe und technisch erfahrene Nutzer interessant.