Ein Italiener aus Lecco gewinnt mit einem Fünf-Euro-Los beim SuperEnalotto unglaubliche 223,2 Millionen Euro. Doch die Freude währt nicht lang – jetzt droht ein heftiger Rosenkrieg. Denn seine Ehefrau, von der er nur faktisch getrennt lebt, will ein großes Stück vom Kuchen.
Laut "20 Minuten" hat sie von dem Gewinn erfahren, obwohl sie ganz woanders, nämlich in Frosinone wohnt. Das Paar hat im April 2023 geheiratet und lebt offiziell noch im gesetzlichen Güterstand. Die Trennung war offenbar nie rechtlich abgeschlossen.
Genau darauf setzen jetzt die Anwälte der 48-jährigen Frau. Sie fordern entweder monatlich 8.000 Euro Unterhalt – oder einmalig satte 80 Millionen Euro. Aus ihrer Sicht gehört der Lottogewinn nicht nur dem Mann, sondern beiden gemeinsam.
Die Rechtsvertreter der Frau argumentieren, dass laut italienischem Kassationsgerichtshof auch Glücksspielgewinne zur ehelichen Gütergemeinschaft zählen können – sogar, wenn nur einer den Lottoschein kauft.
Das entscheidende Detail: Die Trennung ist noch nicht offiziell. Der Mann dürfte dagegenhalten, dass die Ehe praktisch längst vorbei ist. Jetzt hat der Gewinner zehn Tage Zeit, um auf die Forderung zu reagieren.
Eingelöst hat er den Jackpot bisher noch nicht. Dafür bleiben ihm 180 Tage Zeit – das kann entweder über einen Notar oder direkt bei der Glücksspielbehörde passieren. Gewonnen wurde am 11. September mit den Zahlen 8, 13, 16, 52, 64 und 70 in einer Bar in Oggiono bei Lecco.
Italien ist solche Fälle inzwischen fast gewohnt: Ein anderer Lotto-Millionär aus Lodi hat nach seinem Tod sein Vermögen der neuen Partnerin vermacht. Die Ex-Frau fordert jetzt monatlich 5.000 Euro Unterhalt.