In der kleinen Donaumarktgemeinde St. Nikola an der Donau im Bezirk Perg (OÖ) sorgt die Zukunft der Volksschule derzeit für große Unruhe. Grund dafür ist ein akuter Personalmangel: Die Direktorin und zwei Lehrkräfte verlassen die Schule, das berichtet der ORF.
Mehrere Berichte über eine mögliche Schließung der Volksschule haben zuletzt für Aufregung unter Eltern und Bewohnern gesorgt. An der Schule werden derzeit 33 Kinder in drei Klassen unterrichtet.
Von einer Schließung will die Bildungsdirektion Oberösterreich derzeit allerdings nichts wissen. Laut den Verantwortlichen sollen noch zwei weitere Lehrkräfte an der Schule tätig sein. Zudem gebe es eine gesetzliche Verpflichtung, den Schulbetrieb fortzuführen.
Dennoch läuft die Suche nach neuem Personal bereits auf Hochtouren. Die offenen Stellen wurden schon in der vergangenen Woche ausgeschrieben.
Sollten sich keine geeigneten Bewerber finden, müsste auf andere Lösungen zurückgegriffen werden. In diesem Fall könnten Lehrkräfte von anderen Schulen aus der Region nach St. Nikola versetzt werden, um den Unterricht sicherzustellen.
Als weitere Möglichkeit steht eine Unterbringung der Schülerinnen und Schüler in der Volksschule im nahe gelegenen Grein im Raum.
Der Fall zeigt, wie stark der Lehrermangel mittlerweile auch kleinere Gemeinden unter Druck setzt. Für die Familien in St. Nikola geht es dabei um mehr als nur Personalfragen - für viele Kinder wäre der Erhalt ihrer Schule im Ort von großer Bedeutung.