Der Schock sitzt tief in Taufkirchen an der Pram noch immer tief. Zehn Tage nach der Bluttat an einer Mittelschule, bei der eine 28-jährige Lehrerin getötet wurde, beschäftigt das Verbrechen die Menschen in der Innviertler Gemeinde weiterhin.
Wie nun bekannt wurde, sind die Ermittlungen der Kriminalpolizei inzwischen abgeschlossen. Die Beamten gehen davon aus, dass der 29-jährige Lehrer seine Kollegin nach Schulschluss in die Bibliothek der Schule lockte und dort mit einem Dolch tötete. Viel später erst verließ er das Gebäude und nahm sich wenig später in seinem Auto das Leben.
An der grundsätzlichen Rekonstruktion der Tat bestehen laut Ermittlern keine Zweifel mehr. Viele Fragen konnten geklärt werden – eine wohl nie.
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Zwischen dem Angriff und dem Verlassen der Schule verging nach bisherigen Erkenntnissen eine beträchtliche Zeit. Laut Kronen Zeitung hielt sich der 29-Jährige noch mehr als drei Stunden (13.30 bis etwa 17 Uhr) am Tatort in der Bibliothek auf, nachdem die Frau bereits tödlich verletzt worden war.
Zwischendurch klopfte ein Reinigungstrupp an der verschlossenen Tür. Der Lehrer soll sich mit, "Ich arbeite noch", gemeldet haben.
Warum der mutmaßliche Täter nicht sofort flüchtete, sondern bei der Leiche blieb, konnte nicht geklärt werden. Hinweise auf seine Beweggründe fanden die Ermittler weder in digitalen Spuren noch in persönlichen Unterlagen. Da der Verdächtige tot ist, wird diese Frage wohl für immer unbeantwortet bleiben.
Auch das Motiv bleibt in Teilen rätselhaft. Medienberichten zufolge kannten sich die beiden Pädagogen bereits länger. Offizielle Angaben zu einer möglichen Beziehung oder zu konkreten Konflikten machten die Ermittler jedoch nicht.
In Taufkirchen an der Pram können die Bewohner noch immer nicht fassen, dass sich ein derartiges Verbrechen ausgerechnet in ihrer Schule ereignet hat.
Die getötete Lehrerin galt als engagiert und beliebt. Auch der spätere Täter war im Ort und im Kollegium unauffällig gewesen. Genau das macht die Tat für viele bis heute so schwer begreifbar.