Noch etwa zwei Monate bis zu den Sommerferien und schon wird wieder von einem Lehrermangel gesprochen. Ganze 240 Lehrkräfte gingen den Wiener Pflichtschulen im vergangenen Schuljahr ab. Die fehlenden Stellen wurden mit Quereinsteigern und Studenten besetzt, eine Situation, die sich auch im Schuljahr 2026/27 wiederholen könnte.
Gerade an Volksschulen und im sonderpädagogischen Bereich ist der Bedarf an neuen Lehrkräften groß, berichtet der "ORF Wien" unter Berufung auf die Gewerkschaft für Pflichtschullehrerinnen und -lehrer. Demnach gebe es vor allem in den Fächern Mathematik, Naturwissenschaften sowie Bewegung und Sport – insbesondere für Mädchen – einen hohen Bedarf.
Die Bewerbungsphase für klassenführende Volksschullehrer ist bereits seit dem 10. April beendet, bewerben könne man sich aktuell jedoch noch für alle Wiener Schultypen. Interessierte können sich auch bei mehreren Schulen bewerben.
Sonderregeln gibt es aber für eine Allgemeinbildende oder Berufsbildende Höhere Schule. Sagt man dort eine ausgewählte Stelle ab, ist man auch für andere Jobs an einer solchen Bildungseinrichtung gesperrt.
Die Bewerber sollten jedenfalls ein Lehramtsstudium abgeschlossen haben, finden sich nicht genug entsprechende Kandidaten, können die offenen Stellen auch mit Personen besetzt werden, die ein anderes Studium abgeschlossen haben oder aktuell noch studieren.
Künftige Berufsschullehrer sollten eine abgeschlossene Berufsausbildung und mindestens drei Jahre Erfahrung im Job mitbringen. Angehende Religionslehrer kommen nicht an einer Bewerbung beim zuständigen kirchlichen Schulamt vorbei. Für alle Schultypen kann man sich noch bis zum 8. Mai bewerben.