"Die Preise steigen längst ins Unermessliche", klagt Fritz P. (Name der Redaktion bekannt) gegenüber "Heute". Er ist Pensionist in Wien und kommt immer schlechter mit seinem monatlichen Einkommen zurecht, muss im Alltag jeden Cent mehrmals umdrehen.
Wenn er größere Anschaffungen neben dem täglichen Einkauf macht, weicht er immer öfter auf den Onlinehandel aus, es sei "einfach günstiger". Doch jetzt soll die nächste Kosten-Bombe auf ihn zukommen.
Das Finanzministerium plant – als Ausgleich für die Mehrwertsteuersenkung auf Grundnahrungsmittel – eine Paketabgabe. Das bedeutet voraussichtlich: Jeder, der von Amazon und Co., ein Paket geliefert bekommt, muss etwa zwei Euro extra bezahlen.
Fritz P.: "Dann kann ich mir meine Bestellungen einfach nicht mehr leisten!" Denn laut seinen Beobachtungen haben auch im Online-Shopping die Preise stark angezogen. Der Wiener überlegt zwar, ob er dann wieder mehr in den heimischen Geschäften kaufen würde, "oder einfach gar nichts mehr, meine Kauflust ist verschwunden."
Seine größte Sorge: "Die Pensionen werden gekürzt, und die Preise steigen weiter – das geht so nicht mehr weiter." Und dann noch: "Alle treibt nur mehr die Gier an."
Er ist kein Einzelfall, Pensionistenvertreter warnen eindringlich davor, sie zum "Bankomat der Nation" zu machen. Hintergrund sind die Budgetverhandlungen, der Staat muss weiter sparen. Die Sorge der älteren Generation: Keine oder nur geringe Inflationsanpassungen ihrer Pensionen.
Laut Ingrid Korosec, Präsidentin des Seniorenbundes (ÖVP), tragen Pensionisten etwa 8,4 Milliarden Euro durch Maßnahmen wie Teilpension, Änderungen bei der Korridorpension, höhere Krankenversicherungsbeiträge und gedeckelte Pensionsanpassungen zur Budgetsanierung bei. Korosec spricht von einem 'Mammut-Beitrag' und fordert erneut eine volle Pensionsanpassung für alle.