Wirbel in Simmering

Auszeit-WG sorgt für Zoff – Bezirk nicht informiert

In einem Haus in Wien-Simmering sollen ab Mai minderjährige Intensivtäter untergebracht werden. Im Bezirk regt sich Widerstand.
Newsdesk Heute
26.04.2026, 08:50
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Wirbel um ein Haus in Wien-Simmering! Bereits in wenigen Tagen will die Stadt dort Jugendliche unterbringen, die bisher mehrere Straftaten verübt haben. Ziel sei es, die Kinder in der sogenannten Auszeit-WG wieder zur Vernunft zu bringen.

Dafür sollen zwei bis drei Betreuer pro Tag und Experten von außerhalb sorgen. Der Startschuss des Projekts ist ab Mai geplant, dann sollen die ersten beiden Burschen (11, 13) in dem 140 Quadratmeter großen Haus einziehen. Für sie stehe auch ein Anti-Gewalt-Training auf dem Programm. Insgesamt sollen bis zu 16 Kinder pro Jahr in Simmering unterkommen.

Bezirksvorsteher nicht eingebunden

Wie die "Kronen Zeitung" berichtet, macht sich im Bezirk jedoch Unmut über das Projekt breit. Zum einen sei nicht bekannt, welches Haus die Stadt gepachtet hat. Des Weiteren sei die Bezirksvorstehung von der Stadt bei der Planung im Dunkeln gelassen worden. Dies bestätigte Bezirkschef Thomas Steinhart (SPÖ) gegenüber der Zeitung.

Demnach sei man beim "gesamten Prozess" nicht eingebunden gewesen. Der rote Bezirkschef habe auch Sicherheitsbedenken, gehe jedoch davon aus, dass die Stadt ein entsprechendes Konzept vorlegen werde.

FPÖ kritisiert Stadtregierung

Noch deutlicher fiel die Kritik der Bezirks-FPÖ aus. Der freiheitliche Bezirksvorsteher-Stellvertreter Daniel Eigner sprach davon, dass die Stadt ihre Probleme nach Simmering verlagere. Der Bezirk drohe somit zum "Experimentierfeld rot-pinker Sicherheitspolitik" zu werden, meinte Eigner.

Bei den Anrainern gehen die Meinungen stark auseinander. So sagte ein Mann zur "Krone", dass man ja "auch schon das Gefängnis" in Simmering habe. Eine Frau zeigte sich hingegen über den unbekannten Standort verärgert. Sie verstehe nicht, warum den Anrainern nicht gesagt wird, in welchem Haus die jugendlichen Intensivtäter untergebracht werden sollen. Zudem habe sie Zweifel an der Sinnhaftigkeit der Maßnahme.

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