Heftige Abrechnung beim FC Bayern. Sportvorstand Max Eberl teilt gegen Ex-Trainer Thomas Tuchel aus. Im Mitgliedermagazin "51" kritisiert der 53-Jährige die Stimmung, die er bei seinem Amtsantritt im März 2024 in München vorgefunden hatte.
"Bei einer Mannschaft wie Bayern ist die Lust mitentscheidend, zusammen etwas Großes zu erreichen. Und darauf hat der Trainer einen Rieseneinfluss", erklärt Eberl. Anschließend wird er deutlich: "Als ich nach meinem Start im März 2024 die ersten Male im Profihaus war, habe ich gedacht: Was für eine Lethargie. Wie ein Mantel der Schwere."
Zu diesem Zeitpunkt stand noch Thomas Tuchel an der Seitenlinie der Münchner. Der heutige englische Nationaltrainer musste den Rekordmeister im Sommer 2024 verlassen.
Ganz anders sieht Eberl die Situation unter Tuchel-Nachfolger Vincent Kompany. Der Belgier habe die Freude am Fußball zurückgebracht. "Das hat Vincent Kompany komplett wiederbelebt. Viele Spieler sind dieselben aber sie wirken wie ausgewechselt", schwärmt der Bayern-Boss.
Bereits in der Vergangenheit hatten sich mehrere Bayern-Verantwortliche kritisch über Tuchels Amtszeit geäußert. Ehrenpräsident Uli Hoeneß warf dem Trainer unter anderem vor, nach schlechten Leistungen stets die Schuld bei der Mannschaft gesucht zu haben.
Besonders kurios: Trotz der Kritik wollte Eberl im Sommer 2024 zwischenzeitlich sogar mit Tuchel weitermachen. Nachdem mehrere Wunschkandidaten abgesagt hatten, soll der Sportvorstand eine Verlängerung angestrebt haben. Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge und Herbert Hainer verhinderten das allerdings.
Stattdessen verpflichteten die Bayern Kompany. Unter dem Belgier feierten die Münchner seither zwei Meistertitel und den DFB-Pokalsieg 2026.