Seit zehn Jahren vermisst

Letzte SMS, dann Funkstille – Frau spurlos verschwunden

Sie schrieb "Alles okay", danach verschwand eine Frau in Tirol spurlos. Seit zehn Jahren beschäftigt der Fall die Tiroler Behörden.
Newsdesk Heute
02.10.2026, 09:45
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Bereits seit zehn Jahren fehlt von einer Lettin in Tirol jede Spur. Auch heute hat die Innsbrucker Staatsanwaltschaft "keine neuen Ermittlungsansätze", wie man gegenüber der "Tiroler Tageszeitung" sagte. Nach wie vor stellt sich die Frage: Was passierte im September 2016 mit Tabita Cirvele?

Mit dem Fall der damals 48-Jährigen haben sich über die Jahre nicht nur die österreichischen Behörden beschäftigt, auch ein Seher und die TV-Sendung Aktenzeichen XY schalteten sich ein – jedoch vergebens. Es besteht längst der Verdacht, dass sie einem Verbrechen zum Opfer gefallen sein könnte.

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Ehemann und Geliebter

Geboren wurde die Frau 1967 in Riga. In jungen Jahren zog die Lettin mit ihrer Familie dann in die deutsche Stadt Münster, wo sie vor ungefähr 15 Jahren einen bereits pensionierten Mann kennenlernte. Die gelernte Schneiderin heiratete den Deutschen und zog mit ihm nach Reutte. Dort lebte das Paar eher zurückgezogen in einem Haus.

Zum Wendepunkt in ihrem Leben kam es dann im Sommer 2016 bei einem Familienbesuch in Münster. Dabei lernte die Lettin einen pensionierten Architekten kennen, in den sie sich bald verliebte. Ihrem heimlichen Schwarm schrieb die Frau auch einige Botschaften per SMS. "Liebe ist schön. Was für ein Reichtum, wer es hat. Wir haben es. Ich liebe dich", wird sie von der "TT" zitiert.

Zu ihrem Ehemann kehrte die Schneiderin dann im September 2016 zurück. Sie wollte aber nicht bleiben. Die Frau war lediglich nach Reutte zurückgekommen, um ihn zu verlassen. Währenddessen habe sie weiter mit dem ehemaligen Architekten geschrieben und auch telefoniert.

In der Nacht verschwunden

Am 23. September wollte die Lettin dann mit ihrem Audi nach Münster fahren. Eine letzte Nachricht an ihren neuen Geliebten schrieb sie dann gegen 23 Uhr. "Alles okay", danach herrschte Funkstille. Nach Münster habe es die Schneiderin nie geschafft.

Bei Aktenzeichen XY erinnerte sich ein Tiroler Kriminalist an die Ermittlungen. Demnach soll die Frau ohne ihr Auto verschwunden sein. Leichenspürhunde hätten am Plansee angeschlagen. Trotz einer Suche durch Taucher wurde allerdings nichts gefunden. Des Weiteren war das Handy der Frau noch bis zum 24. September in Reutte eingeloggt. Später wurde es ausgeschaltet.

red,02.10.2026, 09:45