Der SV Stripfing steckt in massiven finanziellen Schwierigkeiten. Nach dem klaren 0:4 gegen Rapid II am Freitagabend könnte die Partie sogar die letzte in der 2. Liga gewesen sein. Laut der Liga informierte der Klub die Bundesliga, dass er derzeit "alle Optionen prüft" – darunter auch die Einleitung eines Insolvenzverfahrens.
Wird ein solches Verfahren während der Saison rechtskräftig eröffnet, steht Stripfing automatisch als Absteiger fest. Das könnte bereits kommende Woche passieren. Sollte der Spielbetrieb eingestellt werden, würden sogar alle bisherigen Saisonergebnisse annulliert – selbst dann, wenn dies erst kurz vor Saisonende geschieht.
Bei einem Insolvenzverfahren ohne Eigenverwaltung würde ein Masseverwalter über die Fortsetzung des Spielbetriebs entscheiden. Alternativ könnte der Verein versuchen, ein Verfahren mit Eigenverwaltung anzustreben, um selbst die Kontrolle zu behalten.
Der Klub war erst 2023 nach einer Entscheidung des Ständigen Neutralen Schiedsgerichts in die 2. Liga aufgestiegen – zuvor hatte Stripfing erfolgreich gegen den Liga-Ausschluss geklagt. Nach dem Ende der Kooperation mit der Austria Wien gerieten die Niederösterreicher jedoch in eine Krise: Gegen Mäzen Erich Kirisits wurde im Sommer ein Konkursverfahren eröffnet.
Seither wackelt der gesamte Verein. Die Heimspiele trägt Stripfing auf dem FAC-Platz aus – auch das Duell gegen Rapid II. Sportlich setzte es dort nichts als Ernüchterung: Szladits (16.), Berger (24.), Haidara (37.) und Moizi (81.) trafen für die Hütteldorfer Talente, die an Stripfing vorbeizogen. Trotzdem liegt die Mannschaft von Trainer Emin Sulimani mit Platz 13 aktuell noch über dem Abstiegsstrich – vorerst.
In der zweiten Partie am Freitagabend kann sich Kapfenberg im Heimspiel gegen Austria Salzburg mit 4:1 durchsetzen. Kapfenberg liegt nun mit 17 Punkten auf dem siebten Rang. Salzburg ist mit 14 Punkten Zehnter.