Trauer um Sepp Paul Liebenwein

"Liebevoller Mensch" – Bekannter Feuerwerksexperte tot

Große Trauer in Kärnten! Der bekannte Pyrotechniker Sepp Paul Liebenwein ist verstorben. Jahrzehntelang prägte er das Wiesenmarkt-Feuerwerk.
André Wilding
09.10.2026, 10:10
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Wenn beim St. Veiter Wiesenmarkt der Himmel in bunten Farben erstrahlte, steckte über viele Jahre auch die Arbeit von Sepp Paul Liebenwein dahinter. Der bekannte Kärntner Pyrotechniker sorgte jahrzehntelang für spektakuläre Feuerwerke. Nun ist er im Alter von 81 Jahren verstorben.

Sein Sohn Herbert Liebenwein erinnert sich an einen Mann, der nicht nur für seine Arbeit brannte, sondern auch für seine Familie und zahlreiche Hobbys. "Er war ein sehr genauer, detaillierter und liebevoller Mensch", erzählt er in der "Kleinen Zeitung" über seinen Vater, der vor wenigen Tagen im 82. Lebensjahr verstorben ist.

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Jahrzehntelang für Wiesenmarkt im Einsatz

Die Pyrotechnik begleitete Sepp Paul Liebenwein einen großen Teil seines Lebens. Bereits 1969 übernahm er gemeinsam mit seinem Bruder Erich die Erich Liebenwein GmbH. Besonders eng war sein Name mit dem traditionellen Feuerwerk beim St. Veiter Wiesenmarkt verbunden.

"Bis zu seiner Pensionierung Anfang der 2000er-Jahre hat er sich jedes zweite Jahr darum gekümmert", erinnert sich sein Sohn in der Tageszeitung. Die beiden Liebenwein-Pyrotechnik-Betriebe teilten sich damals den Auftrag.

"Es gab damals ein Engagement mit der Stadt. Die beiden Liebenwein-Pyrotechnik-Betriebe wechselten sich Jahr für Jahr beim Wiesn-Feuerwerk ab", sagt er zur "Kleinen Zeitung".

Feuerwerke bis nach Monaco und Cannes

Seine Leidenschaft führte den Kärntner auch weit über die Landesgrenzen hinaus. Liebenwein war unter anderem in Monaco, im spanischen San Sebastian und im französischen Cannes als Pyrotechniker tätig.

Auch bei einem großen internationalen Sportereignis kam sein Können zum Einsatz. "Auch bei den Olympischen Spielen in Innsbruck 1976 hat er ein Feuerwerk gezündet", berichtet Herbert Liebenwein gegenüber der Tageszeitung.

Technik, Theater und Kärntnerlieder

Abseits seiner beruflichen Tätigkeit hatte der Verstorbene viele Interessen. Sein Sohn beschreibt ihn in der "Kleinen Zeitung" als "sehr gesellschaftlicher Mensch", der dennoch nie die Aufmerksamkeit auf sich ziehen wollte.

"Er hat sich aber nie in den Mittelpunkt gedrängt", erzählt Herbert Liebenwein. Besonders begeistert war sein Vater von technischen Dingen. Dazu gehörten Modellflugzeuge und Modellautos.

"Er hat sich viel mit Modellfliegen und Modellautos beschäftigt, auch Tennis hat er gerne gespielt", erzählt er in der "Kleinen Zeitung". Daneben stand Liebenwein gerne auf der Theaterbühne und sang mit großer Begeisterung.

Vor allem die Musik aus seiner Heimat hatte es ihm angetan: "Kärntnerlieder haben ihm besonders gefallen. Mit seinen Enkeln wurde oft gesungen."

Abschied am Samstag in St. Veit

Familie, Freunde und Wegbegleiter können sich am Samstag, dem 10. Oktober, von Sepp Paul Liebenwein verabschieden.

In der Zeremonienhalle St. Veit besteht zwischen 9 und 20 Uhr die Möglichkeit, dem verstorbenen zweifachen Vater die letzte Ehre zu erweisen. Sein Sohn Herbert findet in der Tageszeitung zum Abschied bewegende Worte: "Er war ein guter Mensch, mit dem niemand gestritten hat."

Mit Sepp Paul Liebenwein verliert Kärnten einen Pyrotechniker, dessen Feuerwerke weit über den St. Veiter Wiesenmarkt hinaus zu sehen waren.

wil,09.10.2026, 10:10
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