Comeback der Linzer Innenstadt? Das legen neue Zahlen zumindest nahe. 2025 waren mehr als 6,7 Millionen Menschen in der City unterwegs - das sind um 11,6 Prozent mehr als im Jahr davor. Im Schnitt schlenderten täglich rund 18.400 Leute durch die Straßen. Auch beim Leerstand gibt es gute Nachrichten: Nur noch 2,8 Prozent der Lokale stehen leer. Die Richtung stimmt also.
Neu ist auch, wie gezählt wird. Statt einzelner Messungen setzt man jetzt auf anonymisierte Handydaten, die das ganze Jahr über erfasst werden. Das schildert der neue Standortmanager Jürgen Landerl-Brameshuber, der am Freitag vor Journalisten erstmals eine Bestandsaufnahme der Situation und Pläne und Visionen und ein neues Dashboard präsentierte.
„Das neue Dashboard gibt uns eine fundiertere Datengrundlage, um gezielte Maßnahmen für die Zukunft zu entwickeln. Im Vergleich zum vorigen Dashboard, bei dem einmal im Jahr Sensoren zur Frequenzmessung aufgestellt wurden, erhalten wir nun ganzjährig repräsentative Daten über die Besucherströme in der Linzer Innenstadt", sagt auch City-Ring-Chefin Ursula Fürstberger-Matthey. Bezahlt wird das System gemeinsam von Stadt, WKO und City Ring.
Landerl-Brameshuber hat zahlreiche Ideen und Vorschläge, um die Innenstadt weiter attraktiver zu machen. Er will dabei auch "out of the box" denken, wie er sagt. Eine erste Maßnahme gibt es bereits: Leere Auslagen sollen wieder genutzt werden. Mit der Aktion „einBLICKe" können Geschäfte, Initiativen oder Schulen freie Schaufenster bespielen. Ein Beispiel gibt es bereits auf der Landstraße: Im ehemaligen Benetton-Geschäft werden die Auslagen wieder genutzt.
"Besucher sollen gar nicht merken, wenn es wo einen Leerstand gibt", so der Standort-Manager. Das würde die gesamte Umgebung aufwerten, sei für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation.