Hat er den Schein verloren? Oder hat er das Geld überhaupt nicht nötig? Fast zwei Monate sind vergangen, seit ein Steirer am 19. Juli den ersten Achtfach-Jackpot der österreichischen Lotto-Geschichte knackte. Mehr als zwölf Millionen Euro warten auf ihn. Doch der Gewinner hat sich noch immer nicht gemeldet.
Für die Österreichischen Lotterien ist das ungewöhnlich. "Das finden auch wir spannend, normalerweise dauert es eine bis eineinhalb Wochen, bis sich ein Gewinner meldet", sagte Lotterien-Sprecher Günther Engelhart zu "Heute".
Warum der unbekannte Steirer sein Vermögen bisher nicht abgeholt hat, bleibt ein Rätsel. Selbst die Lotterien können nur vermuten. "Eine Vermutung ist, dass der Gewinner auf Urlaub sein könnte, und sich deswegen Zeit lässt", so Engelhart.
Inzwischen sind seit dem Volltreffer allerdings fast zwei Monate vergangen. Ob der Mann überhaupt weiß, dass ihm mehr als zwölf Millionen Euro zustehen, ist weiterhin offen.
Fest steht nur, wie der Rekordtreffer zustande kam. Zwei Tage vor der entscheidenden Ziehung wurde der Wettschein in einer steirischen Annahmestelle abgegeben. Das einzige bekannte Detail: Es war die Obersteiermark.
Der Unbekannte spielte sechs Quicktipps. Ausgerechnet der Sechste war der Volltreffer: Alle Zahlen stimmten und machten den Besitzer des Scheins zum Multimillionär.
Mit seinem Sechser knackte der Steirer den ersten Achtfach-Jackpot der heimischen Lotto-Geschichte. Höher war ein Lotto-Sechser in Österreich bisher nur einmal: 2018 gewann ein Spieler aus Niederösterreich rund 14,9 Millionen Euro.
Bei der Ziehung am 19. Juli waren knapp 11,3 Millionen Tipps auf rund zwei Millionen Wettscheinen abgegeben worden. Damit waren 74 Prozent aller möglichen Zahlenkombinationen abgedeckt.