Die Abbrucharbeiten am alten Pongratz-Moore-Steg zwischen Graz-Gösting und Andritz sind anders verlaufen als geplant. Während der Arbeiten verlor die Konstruktion ihre Tragfähigkeit.
Ein unkontrollierter Einsturz war es nach Angaben der Verantwortlichen dennoch nicht. Allerdings konnte die ursprünglich vorgesehene Abbruchmethode wegen des schlechten Zustands des Bauwerks nicht fortgesetzt werden.
Der ursprüngliche Plan sah vor, die alte Konstruktion mit zwei Mobilkränen auf das neue Tragwerk zu heben. Von dort sollte der Steg seitlich zum Westufer geschoben und anschließend an Land in einzelne Teile zerlegt werden.
Bei den Arbeiten zeigte sich jedoch, dass das Material offenbar weniger stabil war als zuvor angenommen. Die tatsächliche Festigkeit entsprach demnach nicht den Werten, die dem Abbruchkonzept zugrunde gelegt worden waren.
Einfach gesagt: Der alte Steg hielt weniger aus als erwartet. Deshalb mussten die Verantwortlichen den vorgesehenen Ablauf ändern und die Konstruktion in das Flussbett absenken.
Das alte Tragwerk wird nun direkt in der Mur abgebaut. Bagger mit großen Stahlscheren zerschneiden die Konstruktion im Flussbett in kleinere Teile. Diese können anschließend geborgen und abtransportiert werden.
Die Arbeiten werden von der ökologischen und wasserrechtlichen Bauaufsicht begleitet.