Ein starkes Zeichen gegen den Mangel an Blutspenden setzten nun Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SP) und der Wiener Religionsrat: Gemeinsam mit dem Roten Kreuz wurde am Dienstag zum Blutspenden ins Rathaus geladen.
Mit gutem Beispiel voran gingen IGGÖ-Präsident Ümit Vural, IKG-Generalsekretär Benjamin Nägele und Gursharan Singh Mangat von der Sikh-Gemeinschaft. "Gerade in schwierigen Zeiten ist es wichtig, zusammenzuhalten und ein Zeichen der Solidarität zu setzen", so Bürgermeister Ludwig.
Die Situation ist ernst: Denn in Ostösterreich gibt es derzeit zu wenig Blutkonserven. Alle 90 Sekunden wird in Österreich eine Konserve gebraucht, besonders nach Unfällen, Operationen oder bei schweren Erkrankungen. Da Blut nur 42 Tage haltbar ist, braucht es ständig Nachschub.
Blutspenden darf in Österreich, wer zwischen 18 und 70 Jahre alt ist (Erstspender bis 60), sich gesund fühlt und bestimmte Kriterien erfüllt. Alle Infos dazu sowie einen kurzen Online-Check gibt's unter www.blut.at. Fragen beantwortet das Rote Kreuz auch unter 0800 190 190. Blutspenden kann man etwa von Montag bis Freitag in der Rot-Kreuz-Zentrale in der Wiedner Hauptstraße 32 (Wieden) oder bei den Rathaus-Aktionen. Die nächste findet am 15. April 2026 statt.
Wichtig zur Vorbereitung: Vorher ausreichend essen und trinken, Lichtbildausweis mitnehmen. Die Entscheidung über die Spendetauglichkeit einer Person trifft das medizinische Personal vor Ort. Eine Blutspende dauert nur 10 Minuten – kann ein ganzes Leben retten.