Der Poker um die portugiesische Fluglinie TAP spitzt sich zu: Kurz vor Ablauf der Frist bringt sich ein weiterer großer europäischer Player in Stellung.
Nach Air France-KLM hat auch die Lufthansa ein Angebot für die Airline abgegeben. "Wir bestätigen die Einreichung eines unverbindlichen Angebots für TAP Air Portugal", erklärte ein Konzernsprecher am Donnerstag. Der portugiesische Staat will sich von seinen Anteilen trennen, die Frist für Gebote endet am Donnerstagabend.
TAP war während der Corona-Pandemie im Jahr 2020 vom Staat gerettet und verstaatlicht worden. Erst im vergangenen September kündigte die Regierung in Lissabon an, das Unternehmen wieder zu privatisieren und ihren Anteil von 49,9 Prozent zu verkaufen.
Mit Lufthansa und Air France-KLM sind nun zwei große europäische Luftfahrtkonzerne im Rennen. Air France-KLM hatte bereits am Donnerstagmorgen öffentlich gemacht, bei TAP einsteigen zu wollen.
Auch die Airline-Gruppe IAG – Mutterkonzern von British Airways und Iberia – hatte in der Vergangenheit Interesse signalisiert.
Für internationale Fluggesellschaften ist TAP besonders attraktiv, weil sie ein starkes Streckennetz nach Brasilien sowie in mehrere Länder im portugiesischsprachigen Afrika betreibt.