Preis-Irrsinn

"Ab jetzt" – Gemüse und Wein aus Wien werden teurer

Steigende Energie- und Verpackungskosten treiben die Preise für Wiener Lebensmittel und Wein nach oben – ein Ende ist vorerst nicht in Sicht.
Newsdesk Heute
02.04.2026, 11:17
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Der Sprit für die Traktoren, das Gas zum Heizen der Glashäuser oder die teureren Verpackungen, weil Papier und Plastik mehr kosten: All das treibt die Produktionskosten für die Bauern ordentlich nach oben, sagt Norbert Walter, Präsident der Wiener Landwirtschaftskammer.

"Wie hoch die Kostensteigerung am Ende wirklich ist, kann man noch nicht ganz genau sagen. Aber ich gehe davon aus, dass wir schon von 15 bis 20 Prozent reden werden", so Walter zum ORF Wien. Das sieht auch der Wiener Salatgurken-Produzent Martin Flicker so. Beide merken, dass die Wiener Bauern im Moment sehr verunsichert sind und mit Investitionen eher zurückhalten.

Anstieg "ab jetzt"

Bei den Preisen im Regal wird das bald spürbar. Die Produzenten müssen die höheren Produktionskosten jetzt weitergeben, erklärt auch Josef Peck, Vorstand der Erzeugergemeinschaft LGV Sonnengemüse. "Nachdem wir größtenteils zu aktuellen oder Wochenpreisen verkaufen, wird das ein Anstieg ab jetzt sein, der auf unbestimmte Zeit anhalten wird", sagt Peck.

Alle drei sind sich einig: Die Preisverhandlungen mit den großen Handelsketten werden schwierig. Spar wollte zu möglichen Preisanstiegen auf Nachfrage gar nichts sagen.

Auch Wein wird teurer

Ein kleiner Trost für die heimischen Produzenten bleibt aber. "Zum Glück steigen die heimischen Preise gar nicht einmal so stark wie bei importierter Ware, weil da auch noch einmal der Transport dazukommt", meint Peck.

Und auch der Wiener Wein dürfte im Herbst teurer werden, meint Kammerpräsident Walter. "Wenn die Flasche teurer wird, das Papier für das Etikett teurer wird, und der Diesel auf den Hektar drückt, dann müssen wir diese Preise irgendwo am Markt unterbringen."

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 02.04.2026, 11:21, 02.04.2026, 11:17
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