Geldverschwendung statt Glow

Diese 5 Beauty-Behandlungen kannst du dir sparen

Glow, perfekte Haut und schnelle Ergebnisse – die Beauty-Welt lockt mit großen Versprechen. Die Realität sieht oft anders aus.
Heute Life
27.03.2026, 10:28
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Strahlende Haut, feine Poren, dieser berühmte "Glow" ganz ohne Make-up – genau das versprechen unzählige Beauty-Behandlungen. Ein Termin hier, ein Treatment da, vielleicht noch schnell ein neues Trend-Facial ausprobieren. Doch was als kleine Selfcare beginnt, kann schnell ins Geld gehen. Und oft bleibt am Ende vor allem eines zurück: die Frage, ob sich das wirklich gelohnt hat.

Fünf Hautärzte haben genauer hingeschaut – und verraten, welche Beauty-Behandlungen du dir getrost sparen kannst.

1. Hydrafacial

Das Hydrafacial gehört zu den beliebtesten Treatments überhaupt: Die Haut wird gereinigt, abgestorbene Hautschüppchen entfernt, Poren werden ausgereinigt – der Effekt ist sofort sichtbar.

Doch genau hier liegt das Problem: "Als Ergänzung nach einer anderen Behandlung wirkt ein Hydrafacial gut, weil es für den Glow-Effekt sorgt. Allerdings hält der nur etwa drei Wochen an, das war’s. Deswegen muss es nicht unbedingt sein", erklärt Ärztin Sabine Kurzidem gegenüber "20 Minuten".

2. Polynukleotide

Polynukleotide – besser bekannt als "Lachssperma-Facial" – zählen aktuell zu den gehyptesten Behandlungen. Doch nicht alle Experten sind überzeugt: "Ich stehe der Behandlung mit Polynukleotiden kritisch gegenüber", verrät Dermatologe Stefan Duve. "Das wird aktuell rauf- und runter empfohlen und häufig wird zu viel versprochen."

Angeblich soll die Behandlung die Hautregeneration auf Zellebene fördern und die Kollagen- sowie Elastin-Produktion ankurbeln – dafür muss aber mehrmals unter die Haut gespritzt werden. "In Relation zum Preis und der Häufigkeit der Behandlungen finde ich den Eingriff unnötig."

"Für einen besseren Effekt rate ich zu anderen Biostimulatoren wie Sculptra und Julaïne, die zwar etwas teurer sind, aber nach einmaliger Behandlung wirken."

3. Facials mit Gold

Gold auf der Haut klingt exklusiv – und wird genau so verkauft. Doch wissenschaftlich belegt ist der Effekt solcher Luxusbehandlungen nicht: "Das klingt zwar gut, ist aber vor allem Marketing. Es gibt keine verlässliche Evidenz, dass die Behandlung wirklich etwas bringt", betont Ärztin Marianne Meli im "20 Minuten"-Interview.

"Die Haut ausreinigen zu lassen allein bringt auf lange Sicht keine Vorteile. Leidet man aber unter Akne und kombiniert die Ausreinigung mit einer medizinischen Therapie, etwa mit Tabletten, sehen wir sehr gute Ergebnisse."

Außerdem wichtig: Ohne die richtige Hautpflege-Routine wirkt auch das beste Facial nicht. "Eine gute Reinigung fürs Gesicht, ausreichend Feuchtigkeit und Sonnenschutz sollte man nie auslassen."

4. Gesichtsbehandlungen bei der Kosmetikerin

"Wir alle haben schon mal eine entspannende Gesichtsbehandlung bei einer Kosmetikerin genossen", sagt Valentina Bänninger. "Das hat einen Wellness-Effekt, weil man sich etwas Gutes tut – aber keinen nachweisbaren Nutzen."

Wird die Behandlung nicht von einem Arzt durchgeführt (oder einer Person, die unter deren Leitung arbeitet), bleibt sie laut ihr oberflächlich und darf die Haut nicht in die tieferen Schichten penetrieren: Sie bewirkt also nicht mehr, als wenn du zu Hause ein gutes Pflegeprodukt verwendest.

"Wer einen Effekt möchte, dem empfehle ich Medical Needling. Durch die Mikroverletzungen können auch Wirkstoffe, die mit der Behandlung kombiniert werden, tiefer in die Haut eindringen."

Mikrodermabrasion

"Von der Mikrodermabrasion raten wir explizit ab", so Hautärztin Saskia Rohrbach. Dabei handelt es sich um ein mechanisches Peeling, das mit Diamantaufsätzen oder Kristallen die obersten Hautschichten abträgt. So soll die Zellerneuerung und Kollagenbildung angeregt werden. "Sie strapaziert die Hautoberfläche zu sehr für den gewünschten Effekt. Inzwischen gibt es dafür modernere und schonendere Methoden", erklärt Rohrbach. Ein Beispiel sei Needling mit Radiofrequenz.

"Richtig angewandt haben auch einige kosmetische Behandlungen einen wissenschaftlich gut belegten Effekt", so die Dermatologin. "Milde chemische Peelings wirken zum Beispiel auf den Zellumsatz in der Haut, wirken also regenerativ."

{title && {title} } red, {title && {title} } 27.03.2026, 10:28
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