Nach Skandal um Papa Andrew

Beatrice und Eugenie wollen Prinzessinnen-Behandlung

Nach Skandalen um ihren Vater ringen Prinzessin Beatrice und Prinzessin Eugenie um ihre Rolle und Zukunft in der britischen Monarchie.
Newsdesk Heute
06.03.2026, 21:41
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Das Leben von Prinzessin Beatrice (37) und Prinzessin Eugenie (35) war immer schon von königlichem Glanz begleitet. Paläste, Staatsbankette und prunkvolle Hochzeiten sind für die beiden Töchter von Ex-Prinz Andrew Mountbatten-Windsor (66) und Sarah Ferguson (66) seit jeher Alltag. Doch jetzt, nach der dramatischen Festnahme ihres Vaters und neuen Enthüllungen rund um den verstorbenen Finanzier und verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66), stehen die beiden mehr denn je im Rampenlicht der britischen Monarchie. Vor allem ihr Platz innerhalb der Königsfamilie rückt dabei ins Zentrum der Aufmerksamkeit.

Die beiden Prinzessinnen kämpfen um ihre "Identität"

Trotz wachsender Kritik und politischer Turbulenzen wollen Beatrice und Eugenie an ihren Titel-Privilegien festhalten. "Sie möchten ihren königlichen Status behalten. Er ist Teil ihrer Identität", so ein Freund der Familie gegenüber "People". Genau da liegt das Dilemma.

Ein Leben im königlichen Rampenlicht

Beatrice und Eugenie sind in einer Welt groß geworden, die für viele wie ein Märchen klingt. Fernreisen, Privatjet-Flüge, Aufenthalte auf Luxus-Yachten und aufwendig inszenierte Geburtstagsfeiern gehörten ebenso dazu wie Treffen mit wichtigen Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Ihre Kindheit war selbst für royale Verhältnisse besonders luxuriös. Sie lebten in prunkvollen Wohnungen innerhalb königlicher Residenzen und verbrachten regelmäßig Zeit in exklusiven Alpenchalets. Schon früh lernten sie, dass ihr Platz in der Monarchie selbstverständlich und dauerhaft sei.

Andrew achtete schon bei der Geburt darauf, dass seine Töchter den ihnen zustehenden Rang bekommen: Die Titel "Prinzessin" und "Ihre Königliche Hoheit" waren für ihn nicht verhandelbar. Ein Verzicht darauf? Für Andrew undenkbar.

Ein besonders öffentliches Beispiel dafür war Eugenies Hochzeit mit Jack Brooksbank (39) im Oktober 2018 in der prachtvollen St George’s Kapelle auf Schloss Windsor. Die Zeremonie war eine große königliche Inszenierung – mit viel Sicherheit, prominenten Gästen und internationaler Aufmerksamkeit.

"Sie ist eine Enkelin der Königin – eine Prinzessin von Geblüt", schreibt der Historiker und Autor Andrew Lownie in seinem Buch "Entitled: The Rise and Fall of the House of York". Und genau deswegen ließ sich Andrew im Namen seiner Jüngsten nicht die Butter vom Brot nehmen. "Er war der Ansicht, dass ihr alles zustehen sollte."

Karriere zwischen Palast und Privatwirtschaft

Trotz aller Privilegien wollten beide Prinzessinnen auch beruflich ihren eigenen Weg gehen. Beatrice arbeitet im Bereich internationaler Technologiepartnerschaften, Eugenie machte Karriere in der hochpreisigen Kunstwelt.

In London dürfen sie weiterhin in königlichen Residenzen wie dem Kensington Palast und dem St James’s Palast wohnen – obwohl sie keine offiziellen Aufgaben für die Monarchie übernehmen.

Gerade diese Mischung aus privater Karriere und königlichem Titel sorgt immer wieder für Diskussionen. Lownie bringt es auf den Punkt: "Ihre wirtschaftlichen Perspektiven hingen davon ab, innerhalb der königlichen Familie zu bleiben. Ihre Jobs im Bereich Kundenbetreuung basieren darauf, dass sie Prinzessinnen sind."

Neue Fragen durch alte Verbindungen

Die jüngsten Ereignisse erhöhen den Druck auf die Schwestern zusätzlich. Am 19. Februar 2026 wurde ihr Vater – ausgerechnet an seinem Geburtstag – wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch festgenommen. Die Ermittler prüfen, ob er als Handelsgesandter vertrauliche Infos mit Jeffrey Epstein geteilt haben könnte.

Parallel tauchen in neuen Epstein-Akten auch Fragen zur Rolle von Sarah Ferguson auf. Sie soll nach Epsteins Haftentlassung 2009 weiterhin Kontakt zu ihm gehabt haben – damals war sie selbst finanziell angeschlagen.

Auch die beiden Prinzessinnen werden in den Unterlagen genannt. So gab es etwa ein Mittagessen mit Epstein und ihrer Mutter in dessen Villa in Palm Beach – nur wenige Tage nach seiner Entlassung wegen Anstiftung zum sexuellen Missbrauch einer Minderjährigen.

Spätere E-Mails zeigen, dass Epstein über die Schwestern Palastführungen für Bekannte anfragte. Das wirft neue Fragen auf, wie locker Zugang und Nähe innerhalb der Familie York gehandhabt wurden.

Zwischen Familie und Zukunft

Während die Öffentlichkeit auf die familiären Verbindungen blickt, geraten auch ihre eigenen Projekte stärker unter die Lupe. Die britische Charity Commission prüft derzeit Fragen zum Anti-Slavery Collective, der Organisation von Eugenie, nachdem Medien Anfragen zu Ausgaben und Transparenz gestellt haben. Das Anti-Slavery Collective (ASC) wurde 2017 von Eugenie und ihrer Freundin Julia de Boinville gegründet, nachdem sie 2012 in Indien erstmals Überlebende moderner Sklaverei getroffen hatten.

York-Schwestern bald auf dem Abstellgleis? Der konsequente Plan des Thronfolgers

Ein symbolischer Moment spielte sich zu Weihnachten 2025 ab: Die Schwestern verbrachten den Feiertag nicht mit ihren Eltern, sondern bei ihrem Onkel, König Charles (77). Für manche Beobachter ein Zeichen dafür, wohin sich ihre Loyalitäten in Zukunft bewegen könnten.

Leicht ist diese Entscheidung nicht. Wie Autor Andrew Lownie sagt: "Sie stecken in einem Dilemma zwischen Loyalität zu ihren Eltern und ihrer Zukunft."

Zwischen Tradition und Neuanfang

Für Beatrice und Eugenie steht mehr auf dem Spiel als nur Sympathie der Öffentlichkeit. Ihre Titel bleiben offiziell unangetastet – ihre Rolle in der modernen Monarchie ist aber ungewiss. Die beiden Prinzessinnen bewegen sich heute auf einem schmalen Grat: zwischen familiärer Loyalität, ihrer eigenen Karriere und der Frage, wie viel Platz für sie inmitten des Skandals in einer immer schlanker werdenden Königsfamilie bleibt. Eines ist klar: Der Titel "Prinzessin" bedeutet für sie mehr als nur einen Rang. Wie der Freund der Familie es ausdrückte: "Das ist ihre Identität."

{title && {title} } red, {title && {title} } 06.03.2026, 21:41
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