Im Finale in der Rockhal in Esch an der Alzette setzte sich die junge Künstlerin gegen sieben weitere Acts durch. Nach Jury- und Publikumsabstimmung schaffte sie den Einzug ins Superfinale – und gewann dort schließlich sowohl das Jury- als auch das Zuschauervoting deutlich.
Mit Eva Marija schickt das Großherzogtum bereits zum dritten Mal seit dem ESC-Comeback 2024 wieder eine eigene Vertreterin ins Rennen. Der Weg ins Finale führte über Live-Auditions Ende Oktober in den RTL-Studios in Luxemburg-Stadt, aus denen acht Acts für die Finalshow ausgewählt wurden.
"Mother Nature" ist kein typischer ESC-Banger, sondern ein emotionaler Indie-Folk-Popsong, der mit Naturbildern von innerer Heilung, Erdung und Hoffnung erzählt. Der Sound erinnert stellenweise an Florence + The Machine oder Aurora: atmosphärisch, intensiv, fast filmisch.
Besonders auffällig: Ein Geigensolo, das auch im finalen Song eine zentrale Rolle spielt. Kein Zufall. Denn Eva Marija, bürgerlich Eva Puc, ist ausgebildete Violinistin.
Ihre musikalische Reise begann früh und hat sogar eine ESC-Connection: Der Auftritt von Alexander Rybak beim Song Contest brachte sie als Kind überhaupt erst dazu, selbst zur Geige zu greifen. Es folgten eine klassische Ausbildung, Auftritte in lokalen Bands und Jobs als Session-Musikerin, ehe sie sich zunehmend der Pop- und Indie-Welt zuwandte.
Entstanden ist "Mother Nature" Ende 2025 beim Rocklab Songwriting Camp – gemeinsam mit der dänischen Songwriterin Julie Aagaard, der schwedischen Autorin Maria Broberg und ESC-erfahrenem Produzenten Thomas Stengaard. Letzterer hat auch Kaleens "We Will Rave" produziert.
Ein improvisiertes Geigensolo während der Session soll dabei so stark gewesen sein, dass es direkt in den finalen Song übernommen wurde.
Mit Eva Marija schickt Luxemburg eine leise, aber starke Stimme nach Wien. Keine schrille Inszenierung, sondern Authentizität, Emotion und musikalische Tiefe.