In der Nacht auf Dienstag wurde ein Taxilenker in Rudolfsheim-Fünfhaus von einem 14-jährigen Mädchen bedroht. Über den entsprechenden Vorfall berichtet die Pressestelle der Landespolizeidirektion Wien am Mittwoch in einer Aussendung.
Die Polizei schildert den Vorfall so: Der 46-jährige Taxichauffeur soll vier Mädchen von der Quellenstraße zum Europaplatz befördert haben. Als der Lenker am Ziel angekommen war und das Fahrgeld verlangte, sollen die Mädchen die Fahrzeugtüren geöffnet und ohne zu bezahlen davongelaufen sein.
Noch vor dem Eintreffen der Beamten sollen zwei der zuvor geflüchteten Mädchen zurückgekehrt sein. Eine der beiden soll ein Messer gezogen und ihr vermutlich auf der Flucht verlorenes Handy vom 46-Jährigen gefordert haben. Der Mann erklärte ihr, dass er ihr Mobiltelefon nicht habe.
In weiterer Folge soll sie den Taxilenker mit einem Messer um das Fahrzeug herum verfolgt und dabei sowohl die Fahrertüre, den Seitenspiegel und das Beifahrerfenster mit dem Messer beschädigt haben. In der Zwischenzeit durchsuchten die anderen Mädchen das Taxi nach dem Handy ihrer Freundin.
Das Mädchen mit dem Messer fügte sich laut Aussagen eines Zeugen selbst eine Schnittverletzung an der Hand zu. Als das Folgetonhorn der Polizei ertönte, warf das Mädchen das Messer unter das Taxi und alle flüchteten. Drei der Beteiligten konnten durch die eingesetzten Kräfte im Nachbereich innerhalb kürzester Zeit angehalten werden.
Eine 14-jährige Staatenlose wies Schnittverletzungen an der Hand auf, und konnte somit als Hauptverdächtige identifiziert werden. Die beiden anderen Beteiligten, eine 16-jährige Österreicherin und eine 18-jährige Syrerin wurden angezeigt.
Die 14-Jährige wurde zur sofortigen Vernehmung in eine nahegelegene Polizeiinspektion gebracht. Danach wurde sie über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien auf freiem Fuß angezeigt und ihren Obsorgeberechtigten übergeben. Ein Messer konnte unter dem Taxi aufgefunden und sichergestellt werden.