Blutbad am Wiener Friedhof

Mädchen (14) rammte Frau Klinge 5 Mal in Hals und Kopf

Nach der Bluttat an einer Frau (64) am Friedhof Baumgarten in Wien soll die 14-jährige Verdächtige die Leiche gefilmt und das Video verschickt haben.
André Wilding
25.02.2026, 09:12
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Die Bluttat am Baumgartner Friedhof in Wien-Penzing sorgt weiter für Entsetzen. Eine 64-jährige Pensionistin wurde am Montag beim Besuch des Grabes ihrer Eltern mit mehreren Messerstichen getötet. Tatverdächtig ist ein 14-jähriges Mädchen aus einer betreuten Wohngemeinschaft in der Nähe.

In Kopf und Hals gestochen

Die Frau wurde völlig unvermittelt attackiert und hatte keine Chance. Laut "Kronen Zeitung" soll die Jugendliche der 64-Jährigen die Klinge eines Taschenmessers mehr als fünfmal in Kopf und Hals gerammt haben. Kurz nach der Tat nahmen Polizisten die Jugendliche im Nahbereich des Friedhofs fest.

Im Verhör soll die Minderjährige die Tat grundsätzlich eingeräumt haben. Ein Motiv konnte sie laut Ermittlern nicht nennen. "Ich wollte einfach nur jemanden töten", soll die 14-Jährige vor den ermittelnden Beamten erklärt haben.

Besonders verstörend: Unmittelbar nach der Attacke soll sie ein Handy-Video beziehungsweise ein Foto der Leiche aufgenommen und über eine bei Jugendlichen beliebte Social-Media-App verschickt haben.

Im Video: 14-Jährige tötete Frau am Friedhof

"Ein absolut unscheinbares Mädchen"

Ein Ersthelfer schilderte zudem seine Eindrücke von der Festnahme. Der Jung-Bestattungsunternehmer Arthur Altbart sagte: "Sie war extrem unauffällig, emo-artig, pechschwarze Haare, Piercings im Gesicht, ganz in Schwarz. Ein absolut unscheinbares Mädchen. Dass man ihr so etwas zutraut, niemals."

Auch die familiäre Vorgeschichte der 14-Jährigen ist belastend. Die Obsorge war an die Kinder- und Jugendhilfe übergeben worden. Sprecherin Ingrid Pöschmann bestätigte: "Die Mutter sagte, sie schaffe es zu Hause mit ihr nicht mehr."

Das Mädchen galt als Ausreißerin und war in einer sozial-psychiatrischen Wohngemeinschaft mit mehreren Jugendlichen untergebracht. Dort wurde sie betreut, nahm Medikamente und war laut Angaben akut selbstverletzungsgefährdet.

Bist du von Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe

Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555

Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247

Rat auf Draht: 147

Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20

Polizei-Notruf: 133

Im Fall einer Verurteilung drohen der Jugendlichen bis zu zehn Jahre Haft. Aufgrund ihres psychischen Zustands wird jedoch auch eine Einweisung in eine forensisch-therapeutische Einrichtung geprüft. Über eine mögliche Entlassung würde in diesem Fall ein Gremium auf Basis ärztlicher Gutachten entscheiden.

Hier weiterlesen: Expertin gibt konkrete Tipps: Kontrolle, Eifersucht - wann der Alarm schrillen sollte  >

Bis zu zehn Jahre Haft

Das Heimaufenthaltsgesetz sieht keine dauerhafte Zwangsmaßnahme für Problemjugendliche vor. Die 14-Jährige war bereits mehrmals aus der Einrichtung weggelaufen.

Für die 14-Jährige gilt die Unschuldsvermutung.

{title && {title} } wil, {title && {title} } Akt. 25.02.2026, 10:30, 25.02.2026, 09:12
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