Damit hatten die beiden wohl nicht gerechnet! Als zwei Männer vergangene Woche gegen 6.30 Uhr zur Arbeit nach Eisentratten (Ktn.) fuhren, tauchte plötzlich ein Wolf vor ihrem Auto auf. Und das ausgerechnet auf der Zufahrtsstraße zu einem Gewerbe- und Wohngebiet.
"Zuerst dachten wir, das sei ein Reh. Doch je näher wir kamen, desto klarer wurde es. Wir konnten unseren Augen fast nicht trauen", erzählt einer der Pendler der "Krone". Rund zehn Meter lief das Tier vor dem Wagen her, ehe es bergwärts im Wald verschwand.
Der Mann zeigt sich beeindruckt: "Schönes Tier und ein richtiges Kaliber", beschreibt er den Wolf. Ganz wohl ist ihm bei der Begegnung allerdings nicht. "So schön das Tier auch ist – in einer Wohnsiedlung hat der Wolf einfach nichts verloren. Hier sind viele Spaziergänger und Kinder unterwegs. Zudem wird die Strecke als Radweg genutzt."
Der Chef eines der Männer meldete die Sichtung umgehend der Gemeinde. Diese informierte die Kärntner Jägerschaft und das Land Kärnten.
In Teilen des Gemeindegebiets von Krems gilt noch bis Donnerstag eine Abschussfreigabe für einen sogenannten Schadwolf. Diese wurde aufgrund eines länger zurückliegenden Schadensfalls erteilt.
Ob es sich bei dem Tier, das den beiden Pendlern begegnete, um denselben Wolf handelt, ist allerdings unklar.