Paukenschlag im Wiener Mafia-Mord am Lugeck! Am 21. Dezember 2018 hallten Schüsse durch die Wiener Innenstadt. Am Ende war der 31-jährige Vladimir R. an der Ecke Lugeck/Wollzeile tödlich getroffen worden. Sein 23-jähriger Begleiter wurde lebensgefährlich verletzt. Nun wurde der 33-jährige montenegrinische Staatsbürger Mili B. Rimini (Italien) gefasst. Er soll einer der Todesschützen gewesen sein.
Die Vorgeschichte: Die blutige Tat sei das Resultat aus einem Streit zweier Clans um den Handel mit Drogen gewesen. Bereits seit Jahren bekriegten sich der "Skaljari-Clan" und der "Kavac-Clan" um die Vorherrschaft im Drogenmilieu. Ende 2014 soll eine Bande der anderen in Valencia rund 200 Kilo Kokain gestohlen haben.
Es folgten blutige Abrechnungen in der spanischen Stadt, in Montenegro und in Serbien. So soll es dann auch im Dezember 2018 in Wien passiert sein. Als Vladimir R. ("Skaljari-Clan") mit seinem Begleiter – der Sohn eines ehemaligen montenegrinischen Mafia-Bosses – ein Lokal verließen, sollen Mili B. ("Kavac-Clan") und andere Mittäter auf offener Straße das Feuer eröffnet haben, berichtet der "Kurier".
Nach dem 33-Jährigen wurde per Europäischem Haftbefehl sowie einer internationalen Festnahmeanordnung wegen des Verdachts des Mordes und versuchten Mordes gefahndet. Am 11. Mai dieses Jahres erfolgte im italienischen Rimini der Zugriff.
B. wurde von italienischen Sicherheitsbehörden festgenommen. Laut dem Direktor des Bundeskriminalamtes, Andreas Holzer, sei dies ein "bedeutender Erfolg im Kampf gegen die organisierte Kriminalität".
Demnach sei die Zusammenarbeit zwischen der Ermittlungsgruppe "AG ACHILLES", der Zielfahndung des Bundeskriminalamtes und internationalen Partnerdienststellen für den Erfolg der Aktion entscheidend gewesen.