Mit einem ungewöhnlichen Trick versuchte ein internationales Netzwerk, große Mengen Suchtgift zu verschieben. Die Drogen wurden in Kerzen versteckt und so per Post verschickt - unter dem Namen echter Hersteller.
Jetzt schlugen die Ermittler zu. Bei einer groß angelegten Aktion in Österreich und im Ausland klickten die Handschellen. Die Polizei präsentierte die Details am Dienstag in Niederösterreich.
Die Methode war raffiniert: Seit 2023 sollen die Täter Suchtgift in Kerzen eingearbeitet haben. Insgesamt wurden zwischen 2022 und 2025 rund 41 Pakete abgefangen, die alle von Österreich aus verschickt worden waren.
Vier Verdächtige konnten ausgeforscht werden. Darunter ein 27-jähriger Österreicher, der im Zusammenhang mit rund 4,5 Kilo Ketamin festgenommen wurde und seine Strafe bereits verbüßt hat. Als mutmaßlicher Auftraggeber gilt ein 38-jähriger Niederländer.
Unter dem Codenamen "Operation Candle Trip" ging die Polizei gegen das Netzwerk vor. Neben dem 38-Jährigen wurde auch ein 26-jähriger Niederländer in Österreich festgenommen. Als Kopf der Bande gilt ein 35-jähriger Niederländer, der in Amsterdam geschnappt wurde und den Schmuggel organisiert haben soll.
Die Bilanz ist enorm: 160 Kilo Ketamin, 15 Kilo Kokain und 30 Kilo MDMA konnten sichergestellt werden - mit einem Gesamtwert von rund sechs Millionen Euro.