Nach dem politischen Wirbel um das Don-Bosco-Jugendzentrum in Amstetten ("Heute" berichtete) legt die Freiheitliche Partei jetzt nach. FP-Landesrat Martin Antauer verteidigt den Förder-Stopp mit scharfen Worten - und spricht von Einsparungen an der richtigen Stelle.
Konkret geht es um die angekündigte Streichung einer Förderung für das Jugendzentrum Don Bosco in der Höhe von 50.000 Euro. Über 60 Jahre gingen im Don-Bosco-Jugendzentrum in Amstetten Jugendliche ein und aus, konnten hier Gleichgesinnte treffen, sich zum Quatschen verabreden oder von Jugendarbeitern zu ihrem Bildungsweg beraten werden. Das soll jetzt enden, die Schließung droht.
"Wir ziehen selbstverständlich Projekte vor, die der Integration dienen, wie etwa sinnvolle Sprachschulungen", sagt Antauer. Und weiter: "Wir schützen Steuerzahler vor links-wokem Wahnsinn." Konkret verweist er dabei auf einen "LGBTIQ+"-Workshop und ein "Pride Flaggen Quiz" im Jugendzentrum.
Für den Freiheitlichen ist klar, dass solche Angebote nicht mehr mit Steuergeld unterstützt werden sollen. "Ich glaube nicht, dass die Mehrheit der Steuerzahler bereit ist, solche Workshops und Veranstaltungen zu finanzieren", so Antauer weiter.
Er betont außerdem den budgetären Druck im Land und verteidigt die neue Schwerpunktsetzung bei Förderungen. Künftig wolle man Projekte vorziehen, die Sprache, Integration und Wertevermittlung in den Mittelpunkt stellen.
"Spiele und Sitzkreise mit Regenbogenfahnen können gerne privat finanziert werden, aber nicht vom Steuerzahler. Wir unterstützen sinnvolle Sprachschulungen, die unsere Kultur, unsere Werte und Sprache ins Zentrum rücken aber keine links-woken Workshops", sagt Antauer.