Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) hat seinen Besuch bei der UNO-Vollversammlung in New York mit einem Gedenken an die Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001 begonnen. Am Montagvormittag (Ortszeit) legte er beim "Survivor Tree" am 9/11-Memorial einen Kranz nieder.
Der 11. September habe gezeigt, "was Terror bewirkt", sagte Stocker mit Blick auf die knapp 3.000 Todesopfer. "Es soll uns auch eine Mahnung in Österreich sein."
"Wir müssen unsere Demokratie schützen. Wir müssen unsere Art zu leben verteidigen", erklärte der Kanzler. "Wenn man hier physisch vor Ort ist, kann man nicht unberührt bleiben, was vor 25 Jahren an diesem Ort passiert ist."
Besonders berührt habe ihn die Begegnung mit dem Sohn eines Feuerwehrmanns, der sich damals "in den Dienst" gestellt habe, "um zu helfen, und dann sein Leben verloren hat." Der Sohn war 2001 erst fünf Jahre alt und ist inzwischen selbst Vater. Er habe erzählt, "dass es sehr schwer war, es aber weitergegangen ist".
Am Memorial wurden Stocker außerdem die Namen zweier Opfer gezeigt, die in Österreich geboren worden waren. "Bei den Namen habe ich eine Rose abgelegt, weil es ja bis jetzt gar nicht so bekannt war", sagte er.
Der "Survivor Tree" wurde bei den Anschlägen schwer beschädigt und später unter den Trümmern entdeckt. Der Callery-Birnbaum erholte sich und steht heute wieder beim Memorial. Er gilt als "Symbol für Hoffnung, Wiedergeburt und Widerstandskraft der Stadt New York und der gesamten Nation".