Geld für Wohnung weg

Anwalt steckte sich einfach 10.000 Euro von Mama ein

So hatte sich Corinna M. ihren Wohnungskauf nicht vorgestellt: Aus dem Nichts bekam sie die Nachricht, dass ihre Gelder veruntreut wurden.
28.10.2026, 06:04
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Schock für Alleinerziehende: Eigentlich wollte sich Corinna M. aus Herzogenburg (NÖ) den Traum von ihrer neuen, eigenen Wohnung erfüllen, doch der Kauf entwickelte sich zum Albtraum. Ganze 10.000 Euro, die die 39-jährige Mutter als Nebengebühren überwiesen hatte, wurden von einem Wiener Anwalt veruntreut. Das Schlimmste: Weil das Geld nie offiziell bei der zuständigen Stelle angekommen war, gilt Corinna noch immer nicht als Eigentümerin!

Geld war einfach weg

"Ich habe im Juli 2023 den Kaufpreis der Wohnung überwiesen, genau so wie die Nebengebühren von 10.000 Euro", erinnert sich die Niederösterreicherin. Dass dieses Geld nie bei der zuständigen Stelle ankam, wusste Corinna nicht – "bis Februar 2026 wurde ich nicht richtig darüber informiert".

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Ein Nachbar machte die Alleinerziehende darauf aufmerksam, dass der Anwalt, der in den Wohnungskauf involviert war, in einen riesigen Skandal verwickelt war. Laut Anklage soll er über Jahre hinweg fast eine Million Euro an Geldern kassiert haben, die eigentlich für Finanzamt und Grundbuch bestimmt waren. "Ich habe mir dann sofort einen Auszug aus dem Grundbuch geholt und dort war ich noch nicht als Eigentümerin eingetragen" – offiziell gehört der 39-Jährigen ihre Wohnung also noch gar nicht.

Auch ein Brief von einem Rechtsanwaltskommissär im Februar 2026 bestätigte das – und noch schlimmer: Das Konto, auf das die Käufer ihre Beträge einbezahlt hatten, war leer. Das Geld ist weg.

Mama muss alles nochmal zahlen

Hilfe erwartete sich Corinna von der Rechtsanwaltskammer, doch deren Antwort soll alles andere als zufriedenstellend für die Niederösterreicherin gewesen sein. "Ich soll die ganzen 10.000 Euro noch einmal vorstrecken. Erst dann könne man mir mein Geld zurückholen", ist sie wütend.

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Weder kann noch will sie diese Summe erneut zahlen. "Immerhin war das Geld laut Vertrag versichert." Auch bei der Polizei hat die Niederösterreicherin den Fall angezeigt, dem laufenden Privatkonkursverfahren gegen den Anwalt hat Corinna sich ebenfalls angeschlossen. Besonders ärgert sie eines: "Ich habe mich als Laie fast um alles selbst kümmern müssen, ich war einfach überfordert", erinnert sie sich. Doch etwas Hoffnung bleibt der 39-Jährigen: "Ich glaube, dass das Geld nicht ganz weg ist – es gibt ja die Versicherung".

red, 28.10.2026, 06:04
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