Ein dramatischer Unfall mit beinahe tödlichem Ausgang: Eine Frau stürzte am 29. September rund drei Meter tief in einen Wasserschacht und verletzte sich dabei lebensgefährlich.
Obwohl sie zunächst noch zu Hause blieb, verschlechterte sich ihr Zustand innerhalb weniger Stunden dramatisch. Im Universitätsklinikum Krems kämpften Ärzte schließlich um ihr Leben.
Die Patientin, die in der Aussendung als Frau Z. bezeichnet wird, war bei dem Sturz auf ihre linke Körperseite gefallen. Zunächst hoffte sie, dass die Schmerzen von selbst nachlassen würden. Doch ihr Gesundheitszustand wurde immer schlechter.
Am Abend suchte sie schließlich das Universitätsklinikum Tulln auf. Dort stellten die Ärzte einen erheblichen Blutverlust fest. Eine Computertomografie brachte die erschreckende Ursache ans Licht: Ihre linke Niere war durch den Aufprall regelrecht zertrümmert worden. An zwei Stellen des Organs kam es zu arteriellen Blutungen.
Da ihr Kreislauf zunehmend instabil wurde, musste die Schwerverletzte rasch mit dem Notarzthubschrauber ins Universitätsklinikum Krems geflogen werden.
Dort spitzte sich die Situation weiter zu: Die Patientin erlitt einen Herzstillstand. Sofort begannen die Mediziner mit der Reanimation und konnten ihren Herzrhythmus wiederherstellen.
Die Frau erhielt mehrere Blutkonserven und wurde umgehend notoperiert. Dabei mussten die Ärzte sowohl die völlig zerstörte linke Niere als auch die linke Nebenniere entfernen. Anschließend wurde die Patientin auf der Intensivstation weiterbehandelt.
Was folgte, grenzt angesichts der schweren Verletzungen an ein medizinisches Wunder: Die Frau erholte sich trotz des Herzstillstands ausgezeichnet. Bereits nach acht Tagen konnte sie die Intensivstation verlassen und auf die Normalstation verlegt werden.
Knapp zwei Wochen nach dem Unfall war die Patientin bereits auf dem Weg zurück in ihren Alltag. Laut Klinikum sollte sie ohne bleibende Schäden nach Hause entlassen werden, was laut "Heute"-Infos nun bereits passierte.
"Dieser Fall zeigt eindrucksvoll, wie wichtig das rasche Erkennen schwerer innerer Verletzungen sowie das perfekte Zusammenspiel von Notfallmedizin, Intensivmedizin, Urologie und Pflege sind. Dass die Patientin nach diesem Unfall und einem Herzstillstand ohne bleibende Schäden auf dem Weg der Genesung ist, ist ein außergewöhnlich erfreulicher Verlauf", erklärt Andrea Zauner-Dungl, ärztliche Direktorin des Universitätsklinikums Krems.