Gute Nachrichten aus Rom! Nach seiner Lungenkrebs-Operation darf Papst Leo XIV. noch am heutigen Samstag (17. Oktober) das Krankenhaus verlassen.
Die behandelnden Ärzte der Gemelli-Poliklinik haben nach einer neuerlichen Untersuchung grünes Licht gegeben. Für den 71-jährigen Pontifex ist das ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Genesung.
Schon am Sonntag könnte damit ein Stück Normalität in den Vatikan zurückkehren: Das Kirchenoberhaupt soll das traditionelle Angelusgebet wieder vom Apostolischen Palast aus sprechen.
Wie "Vatican News" meldet, fiel die Entscheidung über die Entlassung nach mehreren medizinischen Kontrollen am Samstagmorgen.
"Unter Berücksichtigung der Blutuntersuchungen, der am Samstagmorgen durchgeführten Röntgenuntersuchung des Brustkorbs und des klinischen Gesamtzustands wurde der Heilige Vater als ausreichend gesund für die Entlassung aus dem Krankenhaus eingestuft", teilten die behandelnden Ärzte mit.
Die positive Einschätzung kommt nur wenige Tage nach dem schweren Eingriff. Papst Leo hatte am vergangenen Sonntag überraschend bekannt gegeben, dass bei ihm ein Knoten in der Lunge entdeckt worden sei und eine Operation notwendig werde.
Bei dem Eingriff am Dienstag wurde der betroffene Bereich der Lunge operativ entfernt. Die Ärzte identifizierten den bösartigen Tumor als Adenokarzinom, eine Form von Lungenkrebs.
Nach der Entlassung aus der Gemelli-Klinik soll sich der Papst zunächst weiter erholen. Dennoch steht bereits am Sonntag (18. Oktober) ein wichtiger Termin an. Das traditionelle Angelusgebet soll Leo XIV. wieder vom Apostolischen Palast aus sprechen können.
Die geplante Entlassung gilt als positives Signal für seinen Gesundheitszustand. Welche weitere Behandlung oder Nachsorge erforderlich sein wird, ist bislang nicht näher bekannt.
Besonders gespannt blickt der Vatikan nun auf die kommenden Wochen. Bereits am 27. Oktober steht für Leo XIV. die Teilnahme am 40. Jahrestag des interreligiösen Friedensgebets in Assisi auf dem Programm.
Noch größere Fragezeichen gibt es bei seiner geplanten Südamerikareise. Vom 6. bis 17. November soll der Papst Uruguay, Argentinien und Peru besuchen. Ob die Reise nach seiner Lungenoperation wie vorgesehen stattfinden kann, ist derzeit offen.
Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin zeigte sich vorsichtig optimistisch. "Wenn alles gut läuft und sich die Situation so entwickelt, wie ursprünglich angenommen, dann wird die Reise stattfinden", erklärte er.
Dass der Vatikan bereits die mitreisenden Journalisten ausgewählt hat, deutet darauf hin, dass die Vorbereitungen weiterlaufen. Eine endgültige medizinische Freigabe für die Reise ist damit allerdings nicht verbunden.
Trotz der Krebsdiagnose und der Operation herrscht im Vatikan nach Angaben Parolins derzeit "eine ziemlich gelassene Stimmung". Der Kardinalstaatssekretär hofft, dass sich die gesundheitliche Situation des Papstes weiter verbessert und er bald wieder seine Aufgaben vollständig wahrnehmen kann.
Auf dem Petersplatz laufen unterdessen die Vorbereitungen für die Weihnachtszeit bereits wie gewohnt. Rund um den Obelisken werden die ersten Absperrungen für die spätere Weihnachtskrippe aufgebaut.
Für Papst Leo XIV. steht nun allerdings zunächst die weitere Genesung im Mittelpunkt. Die Ärzte haben die Entlassung aus dem Krankenhaus genehmigt – wie schnell er zu seinem vollen Arbeitspensum zurückkehren kann, bleibt abzuwarten.