Eine gemeinsame Moped-Ausfahrt endet in einer Tragödie! Am späten Freitagabend (16. Oktober) war eine Gruppe Jugendlicher in Neuwürschnitz im Erzgebirge, Sachsen, unterwegs.
An einer Kreuzung kam es zu einem heftigen Zusammenstoß zwischen einem Moped und einem Auto. Für den jungen Zweiradfahrer kam jede Hilfe zu spät.
Der Unfall ereignete sich gegen 22.45 Uhr auf der Hartensteiner Straße im Erzgebirgskreis. Zahlreiche Rettungskräfte rückten aus, auch ein Kriseninterventionsteam musste angefordert werden.
Die Jugendlichen waren nach ersten Informationen gemeinsam mit ihren Mopeds unterwegs, als es an der Kreuzung zur Oberwürschnitzer Straße zu dem folgenschweren Unfall kam. Ein Moped stieß dort mit einem Seat zusammen, dessen Fahrer in Richtung Oelsnitz unterwegs war. Nach bisherigen Erkenntnissen prallte das Zweirad mit großer Wucht gegen die Beifahrerseite des Pkw.
Aufnahmen vom Unfallort zeigen ein schwer beschädigtes Moped, das auf der Fahrbahn liegt. Zahlreiche Trümmerteile sind auf der Straße verstreut. Wie es zu der Kollision kommen konnte, ist bislang ungeklärt.
Besonders tragisch: Feuerwehrkameraden, die gerade von einem Seminar in Oelsnitz nach Hause fuhren, kamen zum Unfallort und leisteten sofort Erste Hilfe. Auch eine Notärztin wurde alarmiert. Doch sämtliche Bemühungen blieben erfolglos. Die Medizinerin konnte nur noch den Tod des jugendlichen Mopedfahrers feststellen.
Das genaue Alter des Verstorbenen wurde zunächst nicht bekannt gegeben. Der Fahrer des beteiligten Seat musste ebenfalls medizinisch versorgt werden. Er wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Über seinen Gesundheitszustand liegen bislang keine näheren Informationen vor.
Für die Jugendlichen, die gemeinsam mit dem Verstorbenen unterwegs gewesen waren, wurde ein Kriseninterventionsteam angefordert. Die Einsatzkräfte betreuten die jungen Menschen sowie Angehörige des Todesopfers in einer nahe gelegenen Bildungsstätte.
Neben Rettungsdienst und Polizei waren auch die Feuerwehr Neuwürschnitz und der zuständige Kreisbrandmeister im Einsatz. Die Feuerwehrleute sicherten die Unfallstelle ab und sorgten für die Ausleuchtung des betroffenen Straßenabschnitts.
Noch in der Nacht nahm der Verkehrsunfalldienst der Polizei die Ermittlungen auf. Ein Sachverständiger wurde hinzugezogen, um die Spuren am Unfallort zu untersuchen und den genauen Hergang des Zusammenstoßes zu rekonstruieren. Auch der beteiligte Pkw wurde dokumentiert.
Die Kreuzung blieb während der umfangreichen Unfallaufnahme bis in die frühen Morgenstunden gesperrt. Ob einer der Beteiligten einen Verkehrsfehler begangen hat, ist bislang nicht bekannt. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an.
Der tödliche Unfall erinnert an eine weitere Moped-Tragödie, die sich erst vor weniger als zwei Wochen in Brandenburg ereignet hatte. Am 7. Oktober wurden bei Biesenthal vier junge Menschen im Alter von 14, 15, 16 und 19 Jahren getötet.
Ein 61-jähriger Autofahrer wollte auf einer Landstraße mehrere Fahrzeuge überholen und stieß dabei mit entgegenkommenden Mopeds zusammen. Drei Mopedfahrer und eine 14-jährige Mitfahrerin starben noch an der Unfallstelle. Ein weiterer Jugendlicher konnte ausweichen und überlebte.
Der Unfall löste große Bestürzung aus. Mehr als 1.000 Menschen kamen zu einer Gedenkveranstaltung, am Unfallort wurden zahlreiche Blumen und Kerzen niedergelegt.
Auch die Hilfsbereitschaft war enorm: Bei zwei Spendenaktionen für die Hinterbliebenen kamen zusammen mehr als 344.000 Euro zusammen. Über die tragischen Ereignisse und die anschließende Spendenwelle berichtete "Heute" ausführlich.