Polizei-Einsatz in Bayern

"Mann erschlagen" – Mordverdächtiger an Grenze gefasst

Ein 60-Jähriger wurde bei der Einreise aus Österreich auf der A3 in Bayern  festgenommen - er soll 2010 in Köln an einem Mord beteiligt gewesen sein.
Peter Reidinger
29.03.2026, 11:32
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Spektakulärer Zugriff auf der Autobahn: Beamte der deutschen Bundespolizei haben auf der A3 bei Ruhstorf einen international gesuchten Mann festgenommen. Der 60-jährige Rumäne war am Freitag gegen 22.20 Uhr in der Kontrollstelle Rottal-Ost ins Netz gegangen, nachdem er aus Oberösterreich eingereist war.

Bei der routinemäßigen Kontrolle schlug das Fahndungssystem sofort Alarm. Gegen den Mann lag ein Untersuchungshaftbefehl des Amtsgerichts Köln vor. Der schwerwiegende Vorwurf: Mord. Laut Ermittlungen soll der 60-Jährige bereits im Jahr 2010 gemeinsam mit weiteren Verdächtigen in Köln einen Mann erschlagen haben. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.

Warum der Beschuldigte so lange unbehelligt blieb und wo er sich in den vergangenen Jahren aufgehalten hat, ist derzeit noch unklar. Die Ermittlungen dazu laufen auf Hochtouren.

U-Haft verhängt

Nach seiner Festnahme wurde der Mann dem Amtsgericht Passau vorgeführt. Dieses bestätigte den Haftbefehl. Anschließend brachten ihn die Behörden in die Justizvollzugsanstalt Passau, wo er nun in Untersuchungshaft sitzt.

Ein Blick auf die Zahlen zeigt: Mordfälle sind in Mitteleuropa vergleichsweise selten, sorgen aber stets für großes Aufsehen. In Österreich wurden zuletzt jährlich rund 40 bis 70 Tötungsdelikte registriert, wobei ein Großteil aufgeklärt wird. Die Aufklärungsquote liegt meist bei über 90 Prozent.

In Deutschland sind die Zahlen aufgrund der größeren Bevölkerung deutlich höher. Dort werden pro Jahr etwa 200 bis 300 Mordfälle erfasst. Auch hier ist die Aufklärungsquote hoch und liegt regelmäßig bei rund 90 Prozent.

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