Branche völlig verzweifelt

Sprit-Schock für Taxler – "Müssen bald alle zum AMS"

Teurer Diesel und fixe Tarife bringen Taxifahrer in Wien und OÖ ins Straucheln - erste sprechen schon von Bankrott.
Oberösterreich Heute
28.03.2026, 21:17
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Die Stimmung in der Taxi-Branche kippt: Steigende Spritpreise treffen die Betriebe mit voller Wucht – und das in ganz Österreich. Während die Kosten explodieren, bleiben die Einnahmen gleich.

In Oberösterreich schlägt Branchenvertreter Gunter Mayrhofer Alarm. "Das ist für uns eine Katastrophe, völlig desaströs", zitiert ihn die "Krone". Der Grund ist simpel: Die Preise für Fahrten sind vielerorts fix geregelt und lassen sich nicht kurzfristig erhöhen.

Das Problem betrifft gleich mehrere Bereiche. In Städten gelten vorgegebene Tarife, dazu kommen langfristige Verträge etwa für Schüler- und Behindertentransporte. Diese werden oft nur einmal pro Jahr angepasst - viel zu spät angesichts der aktuellen Entwicklung.

An den Tankstellen zeigt sich die Dimension der Krise: Diesel kostet vielerorts bereits mehr als zwei Euro pro Liter, Benzin liegt nur knapp darunter. Für viele Unternehmen wird das zur Zerreißprobe.

Erzähle uns deine Story!

Wie geht es dir mit den hohen Spritpreisen? Kannst du dir das Leben kaum noch leisten, musst du den Gürtel enger schnallen? Erzähle und deine Story und schicke uns eine Mail an [email protected]Mail an uns

"Wir sind alle am Limit", sagt Mayrhofer. Zwar machen Treibstoffkosten nur einen Teil der Ausgaben aus, doch die Preissprünge hätten enorme Auswirkungen auf die Betriebe.

Noch dramatischer klingt es in Wien. Dort berichten Fahrer bereits offen von Existenzängsten. Taxler Hoksa bringt es auf den Punkt: "Wir gehen bankrott! Wir müssen jeden Euro mehrmals umdrehen. Wenn das so weitergeht, müssen wir bald alle zum AMS!"

"Alles wird teurer"

Auch sein Kollege Murat sieht schwarz. Er spricht von spürbaren Einkommensverlusten: "Wir verdienen weniger, weil alles teurer wird." Laut seiner Einschätzung fehlen aktuell bereits zehn bis 20 Prozent im Börsel. Ein Weiterarbeiten unter diesen Bedingungen? Für ihn kaum vorstellbar.

Ein zusätzlicher Belastungsfaktor: Seit Wochen treiben internationale Krisen die Preise weiter nach oben. Ein Ende ist nicht in Sicht - im Gegenteil, Experten warnen bereits vor noch höheren Kosten.

"Zehn Cent sind viel zu wenig"

Von der angekündigten Spritpreisbremse zeigt sich Mayrhofer wenig beeindruckt. "Zehn Cent Entlastung sind viel zu wenig, das hilft uns nicht über die Runden", sagt er. Sein Vergleich: Andere Länder greifen deutlich stärker ein. Seine Forderung ist klar - Steuern auf Treibstoff sollen vorübergehend wegfallen.

Auch Alternativen sind derzeit nur eingeschränkt nutzbar. Elektro-Taxis könnten zwar helfen, doch gerade größere Fahrzeuge stoßen noch an technische Grenzen. Vor allem bei längeren Strecken fehlt es an ausreichender Reichweite.

{title && {title} } red, {title && {title} } 28.03.2026, 21:17
Jetzt E-Paper lesen