Diese Explosion hätte noch viel schlimmer ausgehen können! Wie berichtet, wurde Samstagmorgen (31. Oktober) wurde in Schladming ein Fahrzeug durch eine heftige Gasexplosion völlig zerstört. Ein 47-Jähriger hatte sich im Inneren eine Zigarette angezündet.
Jetzt enthüllt die Feuerwehr das ganze Ausmaß der Detonation: Fahrzeugtüren und Windschutzscheibe wurden bis zu 40 Meter weit durch die Luft geschleudert!
Der Lenker hatte unglaubliches Glück. Trotz der massiven Zerstörung konnte er sich selbstständig aus dem Wrack befreien. Die Feuerwehr spricht davon, dass der Mann nahezu unverletzt entkommen sei. Die Polizei meldete Verletzungen bislang unbekannten Grades.
Der Vorfall ereignete sich am Parkplatz einer Unterkunft im Schladminger Ortsteil Untertal. Dort war ein Fahrzeug einer Montagefirma über Nacht abgestellt gewesen. Im Wagen befanden sich laut Feuerwehr zwei Chemiefässer mit jeweils 200 Litern Fassungsvermögen sowie eine elf Kilogramm schwere Propangasflasche.
Aus bislang ungeklärter Ursache dürfte im Laufe der Nacht Gas aus der Flasche ausgetreten sein und sich im Fahrzeuginneren angesammelt haben. Als der 47-Jährige gegen 7.45 Uhr in das Fahrzeug stieg und eine Zigarette entzündete, kam es zur schlagartigen Explosion.
Wie gewaltig die Detonation war, zeigen die neuen Angaben der Feuerwehr Untertal-Rohrmoos. Mehrere Türen und die Windschutzscheibe wurden aus dem Fahrzeug gerissen und bis zu 40 Meter weit geschleudert. Das Fahrzeug wurde massiv beschädigt. Dennoch gelang es dem Lenker, sich durch ein Seitenfenster selbst aus dem Wrack zu retten.
Das Rote Kreuz Schladming versorgte den 47-Jährigen an Ort und Stelle. Anschließend wurde er in das Diakonissen-Krankenhaus Schladming gebracht.
Um 8.36 Uhr wurde die Feuerwehr Untertal-Rohrmoos zum Einsatz alarmiert. Vor Ort stellte sich heraus, dass das Fahrzeug trotz der heftigen Explosion nicht in Brand geraten war. Die Einsatzkräfte konnten sich deshalb auf die Absicherung der Unfallstelle konzentrieren.
Besonders wichtig war die Sicherung der beiden Chemiefässer, die sich im Fahrzeug befunden hatten. Zusätzlich errichteten die Feuerwehrleute einen Brandschutz und sammelten die weit verstreuten Fahrzeugteile ein.
Die Feuerwehr Untertal-Rohrmoos rückte mit drei Fahrzeugen und 25 Mitgliedern an. Unterstützung kam von der Freiwilligen Feuerwehr Schladming mit weiteren vier Einsatzkräften und zwei Fahrzeugen.
Auch das Rote Kreuz war mit einem Rettungswagen, einem Notarzteinsatzfahrzeug und vier Einsatzkräften vor Ort. Zwei Polizistinnen waren ebenfalls im Einsatz.
Warum das Propangas aus der Flasche austrat, ist weiterhin unklar. Fest steht nach den bisherigen Erkenntnissen: Das Entzünden der Zigarette dürfte das ausgetretene Gas zur Explosion gebracht haben.
Dass der 47-Jährige die gewaltige Detonation überstand und sich selbst aus dem völlig beschädigten Fahrzeug retten konnte, grenzt angesichts der bis zu 40 Meter weit geschleuderten Trümmer an ein Wunder.