"Ich hab’ mehrfach nach einem Inkubator gefragt, geschrien" – doch ihre Hilferufe blieben offenbar ohne Erfolg. Für Aida aus Leibnitz wurde die Geburt ihrer Tochter zum Albtraum. In der 23. Schwangerschaftswoche setzten plötzlich die Wehen ein. Die behandelnde Ärztin ging von einer Totgeburt aus und entschied sich für eine reine Hebammengeburt.
Doch dann kam alles anders: Das Baby kam lebend zur Welt. Nur kurze Zeit später starb das Mädchen in den Armen seiner Mutter. "Ich hab’ gedacht, das ist einfach ein schlechter Traum", erinnert sich Aida in der Doku-Reihe "Pfusch am Patienten" von Puls 4.
Besonders bitter: Ein späteres Gutachten hält fest, dass eine Hochrisikogeburt wie diese nicht ausschließlich von einer Hebamme hätte betreut werden dürfen. Für Aida bleiben bis heute viele offene Fragen.
Unter Tränen schildert sie, wie sie um Hilfe für ihre Tochter gebeten habe. Sie habe mehrfach nach einem Inkubator gefragt. Doch die Hebamme habe lediglich den Kopf geschüttelt.
Die Mutter kann bis heute nicht verstehen, warum ihrer Tochter nicht geholfen wurde. "Was war der Grund, dass nicht geholfen wurde? Was war so schlimm, sie in einen Inkubator zu legen und Erste Hilfe zu leisten, anstatt sie mir in die Hände zu legen und ersticken zu lassen?", fragt sie. Der tragische Fall ist Thema der neuen Folge von "Pfusch am Patienten", die auf Joyn zu sehen ist.